Jugendliche ab 13 Jahren sind zum Theaterworkshop mit Schauspieler Markus Kloster eingeladen
„Mord an Liebling“ in vielen Varianten

Gescher. Beim „Mord an Liebling“ gruselts einen so schön. Denn während seine treu sorgende Ehefrau ihm die Lieblingssuppe aus der Küche holen will, betritt der Mörder die Bühne und bringt Herrn Liebling schnell und grausam um. Die Ehefrau ruft verzweifelt den Arzt; auch ein Kommissar stellt sich ein. Doch wer Herrn Liebling warum getötet hat, das erfährt der Zuschauer erst ganz zum Schluss.

Samstag, 16.07.2016, 18:57 Uhr

Jugendliche ab 13 Jahren sind zum Theaterworkshop mit Schauspieler Markus Kloster eingeladen : „Mord an Liebling“ in vielen Varianten
Markus Kloster, selbst ausgebildeter Schauspieler, wird im Rahmen des Ferienkoffers vom 19. bis 22. Juli diesen Theaterworkshop für Jugendliche ab 13 Jahren anbieten. Foto: Helene Wentker

Eigentlich ist das auch fast nebensächlich. Vielmehr dient die kleine Szene dazu, jungen Leuten, die mal Theaterluft schnuppern möchten, die Geheimnisse des Schauspielerns erlebbar zu machen. Und so dürfen sie sich gleich ausprobieren und dieselbe Szene in verschiedenen Versionen spielen, beispielsweise in Highspeed-Tempo und in Zeitlupe, dann als Komödie, Tragödie oder Musical. Auf die Weise sollen sie erfahren, wie sich Verwandlung anfühlt, wie man Dinge übertreibt, wie man eine Doppelrolle spielt und sich auf neue Situationen einstellt, wie man sich selbst und das Theater auf die Schüppe nimmt.

Markus Kloster, gebürtiger Gescheraner und ausgebildeter Schauspieler, wird im Rahmen des Ferienkoffers vom 19. bis 22. Juli diesen Theaterworkshop für Jugendliche ab 13 Jahren anbieten. Er ist ein Neffe des Begründers der inzwischen weitbekannten Theatergruppe „Große Freiheit“, Günter Döker. Und diesem Projekt will der 39-jährige Kloster mit dem Ferienangebot auch Zukunft geben. Denn die aktuellen Akteure der „Großen Freiheit“ werden selbst erwachsen, gehen in Ausbildungen oder Studium. Nun sucht die Theatergruppe sowohl Nachwuchs als auch ein neues Stück, das sie inszenieren und auf die Bühnenbretter bringen kann. Ein Stück, das sich wie das bisherige mit Süchten und ihren Folgen für Kinder in Suchtfamilien beschäftigt. Das allerdings bedeutet nicht, dass die jungen Schauspieler in spe oder ihre Familien mit Suchterfahrungen vorbelastet sein müssten. Jeder, der Lust am Schauspielern habe, sei zu einer ersten Schnuppererfahrung in dem Workshop willkommen, sagt Kloster. Als Regisseur und Schauspielcoach ist er seit November dabei, um der Truppe neue Impulse zu geben.

Denn Markus Klosters schauspielerische Biografie ist bunt. Seine Ausbildung hat er beispielsweise in der Kölner Schauspielschule „Der Keller“ absolviert, nachdem er im „ersten Leben“ auf Haus Hall gearbeitet und eine Ausbildung als Erzieher abgelegt hatte. Sieben Jahre lang hat Kloster später als Schauspieler in Castrop Rauxel ein festes Theaterengagement gehabt. Vier Jahre war er bis 2013 auch am Pfalztheater in Kaiserslautern engagiert. Heute arbeitet er freiberuflich an einer privaten Schauspielschule, gibt VHS-Kurse und, noch spannender, leiht als Synchronsprecher manchem durch Film und Fernsehen bekannten Mimen seine Stimme.

Und jetzt heißt es in Gescher „Auf die Bühne, fertig, los.“ Von jeweils 10.30 bis 17 Uhr können interessierte Jugendliche zwischen dem 19. und 22. 7. im Theaterworkshop Bekanntschaft mit der Bühnenwelt machen. Noch seien Plätze frei, informiert Kloster. Mit einer Premiere am Freitag (22. 7.) um 16 Uhr endet der Workshop.

| Anmeldungen unter www.gescher.de

| Infos über Markus Kloster unter www.markus-kloster.de

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