Abwasserwerk: Kooperation mit Coesfeld soll unter Dach und Fach gebracht werden / Präsenz in Gescher
Auf Stegemann folgt Hackling

Gescher. Hindrik Stegemann geht, Rolf Hackling kommt. Dieser Wechsel zeichnet sich in der Betriebsleitung für das Abwasserwerk Gescher ab. Wie berichtet, steht zum 1. Januar 2017 eine Neuorganisation der Betriebsführung an. Nach Prüfung verschiedener Modelle favorisieren Politik und Verwaltung eine Kooperation mit der Stadt Coesfeld – der Leiter des dortigen Abwasserwerkes, Rolf Hackling, soll auch Chef des Eigenbetriebes in Gescher werden. Mit dem Thema befasst sich am morgigen Donnerstag der Betriebsausschuss (öffentliche Sitzung ab 18 Uhr im Rathaus), bevor der Rat am 9. November das letzte Wort hat.

Mittwoch, 26.10.2016, 16:25 Uhr

Abwasserwerk: Kooperation mit Coesfeld soll unter Dach und Fach gebracht werden / Präsenz in Gescher : Auf Stegemann folgt Hackling
Seit September 2002 leitet Hindrik Stegemann (r.) das Abwasserwerk Gescher; zum Jahresende geht er in den Ruhestand. Ab Anfang 2017 soll Rolf Hackling (kl. Foto), auch Chef des Abwasserwerkes Coesfeld, die Betriebsleitung in Gescher übernehmen. Foto: az

„Wir werden besonders am Anfang viel Präsenz zeigen“, kündigte Hackling gestern an. An drei Tagen pro Woche will der Betriebsleiter in spe in Gescher sein. Außerdem soll eine Fachkraft für Beitrags- und Gebührenrecht – analog zur heutigen Regelung – an einem Tag pro Woche als Ansprechpartner für die Gescheraner zur Verfügung stehen.

Seit 2002 hat die Stadt Gescher die technische und kaufmännische Betriebsführung per öffentlich-rechtliche Vereinbarung auf den Kreis Borken übertragen, der wiederum die Betriebsführung über die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland abwickelt. Aufgrund des altersbedingten Ausscheidens von Hindrik Stegemann, im September 2002 vom Rat zum Betriebsleiter bestellt, läuft diese Vereinbarung zum Jahresende aus. Verschiedene Modelle sind seitdem erörtert worden. Denkbar wäre es, dass die Stadt Gescher diese Aufgabe mit zusätzlichem Personal übernimmt. Weil es sich hier aber nur um eine Teilzeitstelle (0,6) handelt, könnte sich die Besetzung mit einem qualifizierten Bewerber schwierig gestalten. Die Gründung eines Zweckverbandes kommt vorerst nicht in Frage, weil dieses Modell eine mehrjährige Gründungsphase erfordert. Vor diesem Hintergrund konzentrierten sich die Überlegungen auf die Kooperation mit einem öffentlichen Unternehmen. Als möglicher Partner stellte sich im Juni das Abwasserwerk der Stadt Coesfeld vor. Diese Gespräche sollen jetzt in eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung der Städte Gescher und Coesfeld münden.

Einige Tätigkeiten werden laut Vorlage weiterhin vom Personal der Stadt Gescher erledigt. Dazu zählen der laufende Betrieb der Kläranlage und der Abwasserkanäle, die Vorbereitung und Überwachung laufender Baumaßnahmen sowie die Bearbeitung von Gebührenangelegenheiten. Die Buchführung soll vom Abwasserwerk Coesfeld übernommen werden, das sich dazu der Stadtwerke Coesfeld bedient. Die jährlichen Kosten sollen bei 150 000 Euro liegen, was laut Vorlage der bisherigen Größenordnung bei der Kooperation mit der EGW entspricht.

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