Gescher
„Zweite Auferstehung erfahren“

Gescher. Künstlernamen wurden an diesem Tag der Eröffnung der Kunsthalle Hense im ehemaligen Kutschenmuseum in Gescher nicht genannt, dafür die Namen der „Verursacher“ der Umwandlung.

Montag, 19.03.2018, 11:02 Uhr

Gescher: „Zweite Auferstehung erfahren“
Freuten sich über die Eröffnung (v.l.): Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Kuratorin Jutta Meyer zu Riemsloh, Laudator Dr. Hans Günter Golinski und Sammler Frank Hense. Foto: az

„Als ich hörte, dass das alte Kutschenmuseum zur Verfügung stand, habe ich mich sofort bei der Stadt Gescher beworben“, begründete Sammler Frank Hense diesen Schritt. Mit Hilfe eines 20-jährigen Erbpachtvertrags kann er diesen Raum nutzen, um seine Kunstsammlung zeitgenössischer Kunst auszustellen. Der eigentliche Anstoß, seine Sammlung öffentlich zugänglich zu machen, liegt noch etwas weiter zurück: „2014 konnte ich meine Sammlung in einer Ausstellung im Kunstmuseum in Bochum zeigen. Seitdem reifte meine Entscheidung, die Sammlung öffentlich zu zeigen. Ich wollte ein Museum für die Öffentlichkeit.“ Für ihn sei ein Traum wahrgeworden, bekannte er in der Begrüßung sichtlich berührt.

Anfang Januar krempelte er mit vielen Helfern die Ärmel hoch, um das Haus bis heute zu sanieren und umzugestalten. „Der Termin war durch die Ausstellung weiterer Bilder aus meiner Sammlung im Kunstverein Münsterland in Coesfeld vorgegeben, die morgen eröffnet wird“, bekannte Hense, der die erste Ausstellung in Gescher durch Jutta Meyer zu Riemsloh, Leiterin des Coesfelder Kunstvereins, kuratieren ließ.

Auch Bürgermeister Thomas Kerkhoff freute sich, dass so schnell und so effektiv das Haus eine neue Nutzung erfuhr. Nach der Errichtung als Turnhalle der Pankratiusschule in den 1930er Jahren gestaltete der Heimatverein 1983 das Gebäude zum Kutschenmuseum um. „Das Haus hat seine zweite Auferstehung erfahren“, so Kerkhoff. Nicht unerwähnt ließ er die Unruhe, die Henses Anliegen in die Stadt brachte. „Er hat sich unser Vertrauen hart erarbeitet“, ergänzte der Bürgermeister.

Seit der Ausstellung 2014 im Kunstmuseum in Bochum begleitet der Leiter des Kunstmuseums, Dr. Hans Günter Golinski, den Sammler und seine Sammlung. „Ich freue mich, dass ich heute Taufpate sein kann“, begann Golinski seine Laudatio. Hauptberuflich sei Hense Unternehmer, in dessen Betrieb hydraulische Schwenkmotoren produziert würden. „Kunst ist für ihn Ausgleich. Er lebt mit der Kunst. Das verleitet sehr schnell dazu, zu sammeln“, so Golinski.

Nach Konzept sammle Hense nicht, sondern rein danach, was ihn anspricht. Das Thema der Glocke habe Hense zur Eröffnung von einigen seiner Künstler als Hommage an die Glockenstadt Gescher erbeten. „Die Kunsthalle ist wie ein Ufo gelandet. Ich hoffe nicht, dass sie ein Ufo bleibt, sondern ein Ort der Kommunikation wird“, wünschte Golinski. www.hense.art

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