Gescher
Vertrag besiegelt intensive Kooperation

Gescher. Die Gesamtschule Gescher und die Förderschule Haus Hall stehen schon lange in Kontakt miteinander. Neue Ideen und Pläne sollen die Kooperation vertiefen. Das wurde jetzt mit einem Vertrag besiegelt.

Donnerstag, 12.04.2018, 19:46 Uhr

Gescher: Vertrag besiegelt intensive Kooperation
Sie besiegelten die Zusammenarbeit ihrer Schulen: Johannes Nondorf (links) und Bernhard Manemann-Kallabis (rechts) mit den Lehrern Sarah Hillebrand und Daniel Löpenhaus. Foto: az

Schüler mit und ohne Behinderung kommen zusammen und machen etwas ge-meinsam: Das sei der Kern des Vorhabens, so die Verantwortlichen. Gute Erfahrungen gebe es bereits.

Da ist zum Beispiel die Mädchen-AG, an der Schülerinnen beider Schulen teilgenommen haben. Die beiden Schüler-Bands spielen bei Festen der jeweils anderen Schule. Nach den Osterferien folgt ein zweitägiges Projekt an der Berkel: Dann werden Schüler der Jahrgangsstufe 6 den Fluss erkunden. Basisstation wird die Förderschule Haus Hall sein, denn sie liegt praktischerweise in Gummistiefelentfernung zum Berkelstrand.

Ein Projekt „Wald“ in der Hohen Mark ist noch in Planung, soll aber schon im Frühsommer stattfinden. „Wir können uns noch mehr vorstellen“, sagte Bernhard Manemann-Kallabis, Leiter der Gesamtschule, während der Vertragsunterzeichnung. Demnächst könnten beispielsweise Schüler „seiner“ Schule ihren obligatorischen Service-Learning-Kurs auch in der Förderschule Haus Hall absolvieren. „Wir wollen insgesamt mehr Möglichkeiten für ein gutes Miteinander vor Ort schaffen.“ Und wenn nicht alles gelingt? „Dann müssen wir uns ehrlich über unsere Grenzen verständigen.“

Ähnlich sieht es Johannes Nondorf, Leiter der Förderschule Haus Hall: „Wir gehen mit realistischen Erwartungen in die Zukunft.“ Schüler in der Sekundarstufe bewegten sich generell auf sehr unterschiedlichen, individuellen Entwicklungsstufen. Entscheidend sei der Wille zur Zusammenarbeit.

Die wird schon längst praktiziert. Jeden Donnerstag arbeitet eine Lehrerin der Förderschule an der Gesamtschule. Sie unterstützt dort Schüler mit besonderem Förderbedarf und berät sich mit deren Lehrern über Fragen der pädagogischen Begleitung und der Unterrichtsgestaltung. Darüber hinaus soll der Kontakt zwischen den Lehrern beider Schulen intensiviert werden. Vorgesehen sind der Austausch von Diagnostik- und Unterrichtsmaterial sowie gegenseitige Hospitationen. Zahlreiche weitere Vorhaben werden im Vertrag aufgelistet. „Wir unterschreiben uns das gegenseitig, weil wir den verbindlichen Charakter unserer Übereinkunft betonen wollen“, so Manemann-Kallabis.

Nondorf sprach eine Einladung aus, ebenfalls verbindlich: Im September feiert die Förderschule Haus Hall ihr 50-jähriges Bestehen. „Wir freuen uns, wenn die Ge-samtschule sich an unserem Festprogramm beteiligt.“

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