Gescher
Wenn „Nina“ was zu melden hat

Gescher. Effektiv, verlässlich, schnell soll und muss es gehen, wenn Gefahr in Verzug ist. Ein neues Warn- und Informationssystem soll die Bevölkerung künftig umgehend informieren und damit schützen.

Freitag, 03.08.2018, 13:48 Uhr

Gescher: Wenn „Nina“ was zu melden hat
Bürgermeister Kerkhoff (l) und Stadtbrandinspektor Nolte stellen den Flyer zum neuen Warn- und Informationssystem bei Katastrophen ebenso vor wie „Nina“, die Notfallinformations- und Nachrichten-App. Diese sollten sich die Bürger auf ihre Smartphones herunterladen, empfehlen beide dringend. Foto: Helene Wentker

Von einer „Gesamtstrategie“ spricht Stadtbrandinspektor Christian Nolte, als er im Pressegespräch den Warnerlass erläutert, den die Landesregierung herausgegeben hat. Dies für den Fall, dass beispielsweise Großbrände, der Austritt giftiger Gase, Naturkatastrophen und sonstige Gefahren die Bevölkerung und Umwelt gefährden.

Ein zentraler Baustein des Warnsystems ist NINA, die Abkürzung für den sperrigen Titel „Notfallinformations- und Nachrichten-App.“ Diese Warn-App des Bundes sollten Smartphone-Besitzer herunterladen, empfehlen Nolte und Bürgermeister Thomas Kerkhoff dringend. Denn sie beantworte im Katastrophenfall nicht nur die Frage: „Was ist los?“. „Nina“ informiert ferner, wie die Bürger sich im jeweiligen Notfall verhalten sollten: Sind die Fenster etwa zu schließen? Oder sollte man sich mit Nahrung oder Mineralwasser bevorraten? Aber auch präventiv ist „Nina“ aktiv, etwa bei Unwetterwarnungen.

Über diese App kann man verschiedenste Orte im ganzen Land aktivieren. „So kann man sich nicht nur im eigenen Wohnort, sondern auch über andere Orte von Interesse über Not- und Gefahrenfälle informiert halten“, sagt der Stadtbrandinspektor. Er selbst hat bereits gute Erfahrungen mit „Nina“ gemacht: „Einmal war sie schneller als mein Piepser.“

Ein weiterer Baustein, für Nolte persönlich „der wichtigste im neuen Alarmierungssystem“, ist der Sirenenalarm. Drei Sirenen gibt es in Gescher: Auf dem Feuerwehrgerätehaus, an der Gesamtschule Borkener Damm sowie an der Pankratius-Grundschule. Eine weitere Sirene heult im Fall des Falles an der Grundschule Hochmoor.

Diesen Dienst tun besagte Sirenen mit Lautstärken und Frequenzen, die durch Mark und Bein gehen können. Weil das so ist, warnt Nolte schon jetzt vorsorglich vor dem ersten Donnerstag im September (6. 9.), 10 Uhr morgens. Denn an diesem Tag zu dieser Stunde werden die Sirenen zur Überprüfung ihrer Funktionsfähigkeit und zur Erinnerung der Bürger „erklingen.“ Und das landesweit!

Da dann das komplette Programm der Alarmierung getestet wird, dauert das akustische Spektakel 15 Minuten. Dass dies eine Geräuschbelastung darstellt, räumt der Stadtbrandinspektor ein. Aber watt mott dat mott. Und da die Landesregierung diese Tests gleich zwei Mal im Jahr angeordnet hat, wird derselbe Probealarm auch am 1. Donnerstag im März um 10 Uhr wieder erschallen. Und ab dann jährlich in diesem Turnus.

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