Gescher
Altweiber beim Bürgermeister: „Der Karnevalsgeselle in Frack und Zylinder hat schon viel gelernt“

Nun hat er schon zwei Zeugnisse, die ihn als gelehrigen Karnevalsgesellen ausweisen. Geschers Altweiber stürmten am Donnerstagmorgen das Rathaus und überreichten Bürgermeister Thomas Kerkhoff das Dokument. Allerdings attestierten sie ihm närrisch-verwegen auch eine Schwäche: Der Bürgermeister zeige Textunsicherheiten im Liedgut des Gescheraner Karnevals. Doch an seiner Kostümierung habe er „gut gearbeitet“. Venezianischer Frack mit Zylinder könnten sich sehen lassen, befanden die kritischen Frauen. Und überreichten ihm passend zum Styling eine goldene Brille und ein goldenes Mikro „für glänzende Auftritte“. Kritik hagelte es allerdings von den Nachbarinnen vom „Vikarskamp“. Zwar sei dort der Schotterweg fertiggestellt worden, aber der Abbau des Kinderspielplatzes „geht gar nicht“. Und dass die von der UWG gestiftete Sitzbank gleich mit verschwand, nehmen die Nachbarinnen besonders übel. Er möge sich um diese Sache kümmern. Sie brachten Kerkhoff Sandspielzeug mit und versprachen ihm, ihre (Enkel)kinder künftig zur Betreuung im Rathaus abzugeben. Dennoch nahmen sie, ebenso wie die anderen Frauen im Rathaus an diesem Morgen, die zartorsa-farbene Rose aus Händen des Bürgermeisters gern entgegen, bevor sie sich singend und bestens gelaunt auf den weiteren „Zug durch die Gemeinde“ machten. Foto: Kortbus

Donnerstag, 28.02.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 09:24 Uhr
Gescher: Altweiber beim Bürgermeister: „Der Karnevalsgeselle in Frack und Zylinder hat schon viel gelernt“
Foto: az
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