Gescher
„Suizide verhindern“

Gescher. Die Woche für das Leben ist eine jährlich wiederkehrende Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland, mit der sich die beiden Kirchen für den Schutz des menschlichen Lebens engagieren. Sie betont die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen in allen Lebensphasen. In Gescher finden zwei Angebote statt, veranstaltet von der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde in Verbindung mit dem Katholischen Bildungswerk (kbw).

Donnerstag, 02.05.2019, 21:14 Uhr

Die Woche für das Leben 2019 widmet sich unter dem Titel „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern.“ dem Anliegen der Suizidprävention und möchte die vielfältigen Beratungsangebote beider Kirchen für suizidgefährdete Menschen (darunter besonders die Telefonseelsorge) in der Öffentlichkeit stärker bekannt machen. Da Suizid mit 10 000 Fällen pro Jahr in unserem Land häufig vorkommt, will sie den Hintergründen von Depression und Todeswünschen nachgehen und Wege für eine bessere Prävention und Versorgung suizidgefährdeter Menschen öffnen. Sie zeigt auf, welche Hilfen und Perspektiven der christliche Glaube anbietet und wie wichtig Solidarität des Umfeldes mit dem Mitmenschen, der selbst keinen Ausweg mehr sieht, sein kann. Um das Ziel der Enttabuisierung und Sensibilisierung zu erreichen, finden in Gescher zwei Themenabende statt.

Am Donnerstag (9. 5.) um 18.30 Uhr wird im Treff 13 ein Film zum Thema „Mobbing und Suizid im Kreise von Jugendlichen“ gezeigt. Das sich daran anschließende Gespräch wird von einem erfahrenen Mitarbeiter des Krisenzentrums Münster begleitet. Eingeladen sind alle, die sich mit dem Thema beschäftigen und auseinandersetzen.

Ein Vortrags- und Gesprächsabend zum Thema „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern.“ - Niemand nimmt sich selbst gern das Leben - findet am Freitag (10. 5.) in der Zeit von 19 bis 21 Uhr im Haus der Begegnung statt. Inhaltlich geht es insbesondere um die Themen:

7 Wer ist betroffen? Statistiken zu Suiziden und Suizid-Versuchen

7 Tabuisierung und Scham: Zur Bewertung eines Suizids in Gesellschaft und Kirche

7 Suizidale Krisen einschätzen – Es geht darum, Anlässe und Ursachen zu unterscheiden und um Fragen wie: Was ist zu tun zur Suizidprävention? Kann man Suizide verhindern?

7 Umgang mit Trauer und Schuld bei Hinterbliebenen nach einem Suizid.

Die Teilnehmer erfahren auch, wo man Hilfe und Unterstützung erhalten kann. Dazu zählen Angebote und Einrichtungen wie Telefonseelsorge, Krisenzentren, Trauer- und Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene oder der Verein „Agus e.V.“ (für Suizidtrauernde). Als Referent für diesen Abend konnte Dr. Werner Greulich, Pastoralpsychologe und Online-Berater, gewonnen werden. Dr. Greulich hat viele Jahre als Krankenhausseelsorger und Leiter der Telefonseelsorge Recklinghausen gearbeitet. Im Anschluss an den Vortrag sind die Teilnehmer zu Gesprächen und zum Austausch eingeladen.

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