Gescher
Für abgespeckte Variante

Gescher. Die geschätzten Kosten von fast 3,3 Millionen Euro für die Umgestaltung des Schulhofes der Gesamtschule würden „außerhalb eines vernünftigen Rahmens“ liegen, machte Johannes Schneider (SDP) in der Sitzung des Ausschusses für Generationen, Familie, Bildung, Kultur und Sport deutlich. Dennoch sprach sich der Sozialdemokrat dafür aus, Mittel für die Maßnahme im Haushalt 2020 bereitzustellen.

Samstag, 09.11.2019, 15:22 Uhr
Gescher: Für abgespeckte Variante
Der 23 500 Quadratmeter große Schulhof der Gesamtschule soll umgestaltet werden. Foto: Manuela Reher

Bürgermeister Thomas Kerkhoff warnte jedoch davor, einen „Rahmen vorzugeben“. So entschied sich der Fachausschuss am Ende für die Formulierung, dass der erforderliche Betrag in der Finanzplanung zu berücksichtigen ist. Damit ist klar: Die Umgestaltung des Schulhofes wird in reduzierter Form fortgeführt. Die Planung soll mit dem Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis und dem Arbeitskreis weiter vorangetrieben werden. Mit diesem Beschluss hat sich der Ausschuss am Votum des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt orientiert. Die zu bearbeitende Fläche auf dem Schulhof der Gesamtschule umfasst rund 23 500 Quadratmeter. Die Pflaster- und Asphaltflächen sind fast 50 Jahre alt. Für das Areal waren umfangreiche Verbesserungsvorschläge gemacht worden, die in sechs Bauabschnitte gegliedert wurden. Besonders wichtig war es dem Ausschussvorsitzenden Ansgar Heming, dem Arbeitskreis für dessen Engagement zu danken. Manchmal müsse man feststellen, dass nicht alles, was man sich wünsche, umgesetzt werden könne. Das stelle aber nicht grundsätzlich das Projekt in Frage. Heming empfahl, mögliche Maßnahmen in einer Prioritätenliste aufzuführen. „Wir verpflichten uns auf jeden Fall, weiter Gelder auszugeben“, sagte er.

Auch Kerkhoff machte nochmal ganz deutlich: „Wir sagen nicht: Das war’s.“ Man habe anfangs unterschätzt, welche Kosten entstehen. Der Bürgermeister empfahl, zunächst „Bordmittel“ – konkret die Kompetenz im städtischen Tiefbau – einzusetzen.

Werner Bönning (UWG) wies darauf hin, dass es dringend notwendig sei, einen Reinigungsplan für den Schulhof mit wöchentlichem Rhythmus aufzustellen. Anne Hauling (FDP) erinnerte daran, dass auch andere Schulhöfe in der Stadt renovierungsbedürftig und damit auch dort Investitionen nötig seien.

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