Gescher
Hohe NASA-Auszeichnung für Andreas Nathues

Gescher. Sieben Jahre lang hat die Raumsonde „Dawn“ den Asteroidengürtel erforscht und mit ihren Messdaten die Vorstellungen der Menschheit von dieser Region des Sonnensystems erheblich erweitert. Für seine wissenschaftlichen Beiträge zur Erforschung des Asteroiden Vesta und des Zwergplaneten Ceres hat die amerikanische Weltraumagentur NASA den gebürtigen Gescheraner Dr. Andreas Nathues vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) jetzt mit der „NASA Exceptional Scientific Achievement Medaille“, der höchsten NASA-Auszeichnung für wissenschaftliche Leistungen, geehrt.

Dienstag, 12.11.2019, 15:36 Uhr
Gescher: Hohe NASA-Auszeichnung für Andreas Nathues
Preisverleihung in den USA: Die hochrangigen NASA-Mitarbeiter Dr. Michael M. Watkins (l.) und Dr. Thomas Zurbuchen übergaben die besondere Auszeichnung an MPS-Wissenschaftler Dr. Andreas Nathues (M.). Foto: az

Der 52-jährige MPS-Forscher leitet das Team um das Kamerasystem von „Dawn“, das in den vergangenen Jahren die mehr als 100 000 Aufnahmen des Asteroiden Vesta und des Zwergplaneten Ceres intensiv ausgewertet hat. Darin entdeckten die beteiligten Forscher laut Pressemitteilung Hinweise auf den inneren Aufbau beider Himmelskörper und im Fall von Ceres auch Belege für Ansammlungen organischen Materials.

Nathues (52) stammt aus Gescher, hat sein Abitur am Nepomucenum in Coesfeld gemacht und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Geophysik studiert. Seit 1999 arbeitet er am MPS. Nathues war seitdem an zwei Mondmissionen beteiligt und leitet seit 2010 das Kamerateam der Asteroidenmission „Dawn“.

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