Gescher
Bald kann wieder gebaut werden

Gescher (js). Einen Eindruck davon, wie Gescher in einigen Jahren dastehen könnte, vermittelte Bürgermeister Thomas Kerkhoff im Rat. Hier präsentierte er seinen aktualisierten Bericht zur Bauland- und Stadtentwicklung, den er zuvor bereits im Bauausschuss vorgelegt hatte. Anders als vor rund 15 Jahren prognostiziert habe das Westmünsterland nicht „fertiggebaut“, sondern präsentiere sich als dynamische Wachstumsregion. Über die verschiedenen Themen werde in den Fachausschüssen zu sprechen sein.

Samstag, 16.11.2019, 10:28 Uhr

7  Baulandentwicklung: Am Schultenrott hat die Grundstücksgesellschaft eine 62 000 qm große Fläche erworben, auf der 60 bis 80 Häuser (auch Geschosswohnungsbau) entstehen sollen. Die Planreife werde Ende 2020/Anfang 2021 erreicht, so Kerkhoff. Als innovativer Ansatz werde hier über die Nutzung von Kalte-Nahwärme-Technik nachgedacht.

Als möglichen Standort für Wohnbebauung hat die Verwaltung auch die Fläche am Grenzlandring zwischen Mühlenweg und Regenrückhaltebecken identifiziert. Hier könnte ein Mehrparteienhaus mit sechs bis acht Wohnungen (45 bis 60 qm groß) entstehen.

In Hochmoor wird die Baulandentwicklung im ehemaligen Umlegungsgebiet an der Landsbergstraße forciert. Hier soll – wie berichtet – ab Herbst 2020 gebaut werden können. An der Ecke Kardinal-von-Galen-Straße/Velener Straße hat die Stadt ein Grundstück für die Ansiedlung eines Supermarktes erworben. Kerkhoff: „Die Gespräche mit mehreren Anbietern laufen.“

7 Stadtentwicklung/Wohnen: Im Bereich Rathaus und Inselstraße sind fünf Häuser mit bis zu 40 Wohnungen angedacht. Damit würden Ziele wie Innenstadtbelebung und Nachverdichtung erreicht, so Kerkhoff. Erste Gespräche mit Anliegern und Glockengießerei seien geführt worden. Die Baureife soll hier bis 2021 erreicht werden.

7 Einzelhandel: Der dafür favorisierte Standort ist die 16 000 qm große Fläche an Pankratius- und Fabrikstraße, die von der L. Stroetmann GmbH & Co. KG entwickelt wird. Hier laufen „stetige Verhandlungen“ unter Einbeziehung von Stadt und Geno, so Kerkhoff. Geplant seien ein Frischemarkt (2000 Quadratmeter groß) und ein Discounter (ca. 1000 qm). Das Planverfahren soll in den Jahren 2020/2021 abgewickelt werden. Parallel will Klaas & Kock (K + K) am Grenzlandring einen neuen Markt errichten. Auf der 20 000 qm großen Fläche soll neben einem maximal 1600 qm großen Frischemarkt auch ein kleines Wohngebiet entstehen, denkbar sei hier auch ein Standort für einen neuen Kindergarten. Ein „Geschäftszentrum“ am Ortsrand sei hier nicht gewollt, so der Bürgermeister.

7 Gewerbegebiet: Für den ehemaligen Reiterhof Wissing mit 42 000 Quadratmeter Fläche läuft das Bebauungsplanverfahren. Hier sollen kleinere Grundstücke vermarktet werden – einen möglichen Zuschnitt, der hohe Flexibilität erlaubt, hat Planungsamtsleiter Uwe Wißmann erarbeitet. Erste Flächen sind laut Kerkhoff bereits vermarktet worden. Der Satzungsbeschluss für den Plan soll spätestens Anfang 2020 gefasst werden.

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