Gescher
Im Unterricht digital unterwegs

Gescher. Nicht mehr missen möchten Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis und sein Team den Unterricht mit den neuen iPads, mit denen die Gesamtschule ganz neue digitale Wege einschlägt. Insbesondere die Schüler der gymnasialen Oberstufe zeigen sich begeistert von der neuen Art des Lernens. Die digitale Welt sei aus dem heutigen Schulalltag nicht mehr wegzudenken, sagt der Schulleiter.

Mittwoch, 20.11.2019, 08:02 Uhr
Gescher: Im Unterricht digital unterwegs
Die Schüler der Klasse 11 der Gesamtschule Gescher und Deutschlehrerin Luisa Marmann wissen den Einsatz der neuen iPads im Unterricht zu schätzen. Foto: Manuela Reher

Dabei macht er deutlich: „Wir knüpfen damit an die Lebenswelt unserer Schüler an. Aber die Basiskompetenzen werden durch das iPad natürlich nicht ersetzt.“ Manemann-Kallabis zeigt sich überzeugt davon, dass der Einsatz neuer Medien hohe Lernmotivation erzeugt. Und gerade damit möchte die Gesamtschule punkten. Selbstgesteuertes Lernen habe in der vierzügigen Einrichtung, die aktuell 750 Schüler besuchen, einen hohen Stellenwert. 680 Kinder werden in der Sekundarstufe I unterrichtet und 74 in der Sekundarstufe II. 75 Lehrer, zwei Sonderpädagogen und zwei Sozialpädagogen gehören zum Kollegium der „Schule des gemeinsamen Lernens“.

Der Schulleiter betont, dass die Schule auch offen für sogenannte Seiteneinsteiger sei. Manche Kinder hätten keine Deutschkenntnisse, andere wären nicht einmal alphabetisiert. Und doch gelinge es, alle Schüler mitzunehmen auf dem Weg des selbstgesteuerten Lernens, das in der Schule den klangvollen Namen SegeLn hat.

Mit den persönlichen iPads für die 74 Schüler der Oberstufe verfüge man über eine digitale Arbeitsgrundlage, die den Unterricht neu strukturiere, wie Hendrik Lange aus dem Lehrerkollegium erläutert. In jedem Klassenraum gibt es außerdem ein für den Lehrer nutzbares iPad, das mit dem Whiteboard verbunden ist. Das Whiteboard ersetzt die alte Tafel und wird zum Fenster für eine neue Präsentation von Arbeitsergebnissen, die für die gesamte Gruppe sichtbar gemacht werden kann. Bernhard Manemann-Kallabis freut sich darüber, dass sein Team besonders engagiert ist und die neuen Medien begeistert einsetzt. Dazu gehören auch Schulungen für das Lehrpersonal zum Umgang mit iPads.

Die Schule habe ein detailliertes Medienkonzept erarbeitet und sei damit Vorreiter in Nordrhein-Westfalen. Als Netzwerk-Koordinator fungiert Kai Stadtler. Völlig neue Präsentationsmöglichkeiten würden durch die iPads gegeben sein, sagt er. Zum Beispiel könnten Experimente im Chemie-Unterricht virtuell durchgeführt werden. Das sei unter anderem deshalb sinnvoll, weil bestimmte Experimente wegen der Gefahrenstoff-Verordnung heute nicht mehr möglich seien. Aber auch die Recherche und das Programmieren können die Schüler lebensnah umsetzen. Im niederländischen Sprachunterricht kommen die iPads zum Einsatz, um zum Beispiel Video-Aufnahmen und eine Power-Point-Präsentation für das Austauschprojekt mit der Partnerschule in Grijpskerk in der niederländischen Provinz Groningen zu erstellen.

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