Gesamtschule Gescher für Deutschen Schulpreis 2020 nominiert
„Überraschung und tolle Bestätigung“

Gescher. „Das ist eine Riesenüberraschung, wir freuen uns total“, strahlte Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis. Soeben hatte er die Nachricht erhalten, dass die Gesamtschule Gescher zu den 20 Schulen in Deutschland zählt, die für den Deutschen Schulpreis 2020 nominiert sind. Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hat die hiesige Schule auf der Basis umfangreicher Bewerbungsunterlagen ausgewählt. In den kommenden Wochen werden Juryteams die Top-20-Schulen besuchen und begutachten. Dazu werden Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern geführt, Unterrichtseinheiten und Projekte besucht.

Dienstag, 17.12.2019, 14:56 Uhr
Gesamtschule Gescher für Deutschen Schulpreis 2020 nominiert: „Überraschung und tolle Bestätigung“
Groß war gestern die Freude an der Gesamtschule Gescher (hier die Klasse 5c), als die Nachricht von der Nominierung für den Deutschen Schulpreis 2020 bekanntgegeben wurde. Nur 20 Schulen bundesweit dürfen sich Hoffnung auf den mit 100 000 Euro dotierten Hauptpreis machen. Foto: az

Im Anschluss an die Schulbesuche nominiert die Jury Ende März bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2020. Die nominierten Schulen nehmen an der feierlichen Preisverleihung im Sommer 2020 in Berlin teil. Dann entscheidet sich, wer die begehrten Preise mit nach Hause nehmen wird. Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100 000 Euro, die weiteren fünf Preisträger zusammen nochmals über 100 000 Euro.

Alle nominierten Schulen, die nicht mit Preisen ausgezeichnet werden, erhalten Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5000 Euro. Darüber hinaus profitieren die Schulen, die von der Jury besucht werden und keinen Preis erhalten, vom Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises. Über zwei Jahre erhalten sie eine individuelle Prozessbegleitung und nehmen an Seminaren und Vernetzungsangeboten teil.

Diese fachliche Begleitung war eigentlich das Ziel der Bewerbung aus Gescher. „Wir haben die Sekundarstufe I abgeschlossen und sind jetzt in die Sekundarstufe II eingetreten. Da ist es gut, wenn externe Fachleute auf das gucken, was wir machen, und uns bewerten“, erläutert Manemann-Kallabis. Dass die Gesamtschule als „Schule im Aufbau“ in die Top 20 kommen würde, sei nicht zu erwarten gewesen. „Das ist eine tolle Rückmeldung und Bestätigung unserer Arbeit“, so der Schulleiter. Kollegium und Schüler wurden gestern informiert.

Die Robert Bosch Stiftung GmbH vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Er ist der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. Kooperationspartner sind die ARD und die „Zeit“-Verlagsgruppe. Seit dem Start des Programms haben sich rund 2000 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury laut Mitteilung sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“. Diese Merkmale seien inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt, heißt es.

Die Deutsche Schulakademie (www.deutsche-schulakademie.de), eine Tochter der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung, bereitet die Konzepte der ausgezeichneten Schulen auf und organisiert auf dieser Grundlage Fortbildungsmaßnahmen und Schulentwicklungsangebote, um mit dem Wissen aus den Preisträgerschulen anderen Schulen Impulse zu geben, die eigene Schulentwicklung in die Hand zu nehmen.

| www.deutscher-schulpreis.de

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