Orkantief „Sabine“ ist durch – zehn Einsätze bis Montagmorgen
„Gescher ist glimpflich davongekommen“

Gescher (js). Orkantief Sabine ist durch – und Gescher ist vergleichsweise glimpflich davongekommen. Insgesamt zehn Einsätze verzeichnete die Feuerwehr in der Zeit von Sonntagnachmittag mit Montagmorgen, berichtete stellvertretender Wehrführer Dirk Lütkenhaus. Die größte Gefahr ging von umstürzenden Bäumen aus und von Dachpfannen, die vom Turm der Marienkirche stürzten. Verletzt wurde niemand.

Montag, 10.02.2020, 11:08 Uhr
Orkantief „Sabine“ ist durch – zehn Einsätze bis Montagmorgen: „Gescher ist glimpflich davongekommen“
Umgestürzte Bäume – wie hier im Gewerbegebiet Hochmoor – hielten die Feuerwehr in der Nacht zum Montag in Atem. Foto: FFG

Während ein Teil der Feuerwehr Karneval feiern durfte, waren 15 Kameraden zur Bereitschaft im Feuerwehrgerätehaus eingeteilt. Ihr erster Einsatz führte zur Baustelle an der Pankratiusschule, wo umgestürzte Bauzäune gerichtet werden mussten. An der Alten Codesfelder Straße war ein dicker Baum entwurzelt, der nicht sofort beseitigt werden konnte. Hier blieb die Straße zwischen Einmündung Holtwicker Damm und Abzweig Haus Hall bis zum Morgen gesperrt. In diesem Bereich griff die Feuerwehr einen 17-Jährigen aus Lette auf, der alkoholisiert war und orientierungslos wirkte. „Wir haben den jungen Mann in Absprache mit Eltern und Polizei nach Hause gebracht“, so Lütkenhaus.

Ein umgestürzter Baum behinderte auch den Verkehr auf dem Zubringer von der L 608 zur B 525. Nach 21 Uhr, als „Sabine“ mit Orkanböen und Starkregen noch einmal aufdrehte, wurden die Karnevalszelte an Hauskamp- und Hauptstraße vorsorglich und in Absprache mit den Veranstaltern geräumt. Die Feiernden konnten in die Gaststätten ausweichen. Gegen Mitternacht wurde es ruhiger, sodass die Dauerbereitschaft an der Feuerwache vorübergehend aufgelöst wurde. Nach Mitternacht rückten Hochmooraner Feuerwehrleute zu umgestürzten Bäumen im Bereich Ruthmann-/Messerschmidtstraße und Zufahrt zum Firmengelände Ruthmann aus. Dann war Ruhe bis zum Morgen.

Am Montag gegen 7 Uhr rückte die Wehr zum Turm der Marienkirche aus, weil hier Dachpfannen herabgefallen waren. Die Wehrmänner sperrten die Gefahrenzone mit Flatterband ab, später wurde die Sperrung auf die Gartenstraße ausgedehnt.

Aufgrund der Regenmengen in der Nacht ist die Berkel teilweise über die Uferböschungen gestiegen, die überflutete Berkelbrücke bei Schulze Scholle in Tungerloh wurde gesperrt. Weitere Brücken wurden vorsorglich kontrolliert, heißt es. Ende für die am Morgen erneut einberufene Einsatzbereitschaft war gegen 9.30 Uhr.

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