Kreis Borken legt Verkehrsunfallstatistik für 2019 vor
Ein Todesopfer auf Geschers Straßen

Gescher. Ganz im Trend des gesamten Kreises Borken liegt die Verkehrsunfallstatistik nur für Gescher. Im Kreisgebiet hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle auf 11 395 erhöht. Im vergangenen Jahr haben sich in der Glockenstadt 70 Verkehrsunfälle mit Personenschaden oder erheblichem Sachschaden ereignet. In 2018 wurden nur 65 solcher Unfälle verzeichnet. Dabei sind Bagatell-Unfälle nicht berücksichtigt.

Freitag, 28.02.2020, 10:36 Uhr
Kreis Borken legt Verkehrsunfallstatistik für 2019 vor: Ein Todesopfer auf Geschers Straßen
Auf der Alten Coesfelder Straße hat sich Mitte September 2019 dieser Verkehrsunfall ereignet. Ein 20-jähriger Borkener war mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er hatte sich dabei leicht verletzt. Foto: Archiv

Dieser Trend ist in neun weiteren der 17 Kommunen des Kreises zu beobachten. Im Nachbarort Velen hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle allerdings von 56 auf 38 verringert.

In 2019 sind insgesamt 79 Menschen auf den Straßen von Gescher verunglückt. Das sind 15 mehr als im Vorjahr. Eines der insgesamt 20 Todesopfer im Kreis Borken ist in Gescher in die Statistik eingegangen. In 2018 waren zwei Menschen im Straßenverkehr in Gescher getötet worden. Im Zehn-Jahres-Trend für den Kreis Borken ist nur ein einziges Mal eine einstellige Zahl für die Verkehrstoten ausgewiesen. Das war 2015, als neun Menschen im Straßenverkehr getötet worden sind.

Die Zahl der schwer verletzten Personen ist in Gescher von 15 auf 21 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 40 Prozent – ganz im Gegensatz zum Kreistrend. Im gesamten Kreisgebiet ist dieser Anteil um 18,3 Prozent gesunken.

Die Zahl der leicht verletzten Personen auf den Straßen von Gescher ist von 47 auf 57 gestiegen. Die schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden haben abgenommen. Wurden in 2018 noch 13 solcher Unfälle verzeichnet, waren es in 2019 nur noch neun. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ist in 2019 mit sechs geringer als 2018, als neun solcher Unfälle in die Statistik eingingen.

Stark zugenommen – von 52 auf 69 – hat die Zahl der Unfälle mit Unfallflucht. Das entspricht einer Zuwachsquote von 32,7 Prozent. Diese wird von Velen mit 35,4 Prozent überboten. In Legden beträgt diese Quote gar 57,1 Prozent. In Heiden beträgt die Steigerung 45,5 Prozent.

Sorge bereitet der Kreispolizeibehörde Borken die zunehmende Zahl der verunglückten Radfahrer, wie Behördenchef Landrat Dr. Kai Zwicker und Olaf Gottschalk (Direktionsleiter Verkehr) bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2019 mitteilten.

Mehr als jeder vierte der 753 im Kreisgebiet verunglückten Radfahrer sei mit einem Pedelec unterwegs gewesen. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl ist in Gescher von 93 auf 122,1 angestiegen und hat damit denselben Wert wie Heiden. In sechs weiteren Kommunen im Kreis ist diese Zahl höher als in 2018. Neun Kommunen im Kreis haben in 2019 einen – zum Teil deutlich – geringeren Wert; dazu gehört zum Beispiel Velen.

Nur ein einziger Schulwegunfall hat sich 2019 in Gescher ereignet, bei dem ein Kind auf dem Fahrrad leicht verletzt wurde. In 2018 hat es zwei solcher Unfälle gegeben.

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