Robert und Frank Lehmkuhl stellen in TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ ihren Metallentroster vor
Mit einer Rostlaube ins Fernsehstudio

Gescher. Fast ein Jahr lang musste sich Robert Lehmkuhl in Schweigen hüllen. Doch jetzt darf der Unternehmer voller Stolz verkünden, dass er gemeinsam mit seinem Sohn Frank seine Geschäftsidee in der bekannten Fernsehserie „Die Höhle der Löwen“ präsentieren durfte. Die Sendung wird erstmalig am Dienstag (10. 3.) um 20.15 bei VOX ausgestrahlt.

Samstag, 07.03.2020, 10:02 Uhr
Robert und Frank Lehmkuhl stellen in TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ ihren Metallentroster vor: Mit einer Rostlaube ins Fernsehstudio
Robert Lehmkuhl (l.) und sein Sohn Frank aus Gescher stellen in der VOX-Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ ihren Metallentroster und ihr Marketingkonzept vor. Sie haben einen verrosteten Opel Olympia ins Kölner Fernsehstudio mitgebracht, um das Mittel vor den Augen der „Löwen“ zu testen. Fotos: TVNOW / Bernd-Michael Maurer Foto: az

2018 hatte der 64-jährige Inhaber des Unternehmens ROLE ROSTdelete GmbH an der Porschestraße in Gescher bei VOX angefragt, ob er den von ihm selbst entwickelten Metallentroster in der Sendung vorstellten darf.

Im Sommer des vergangenen Jahres kam dann die Nachricht, dass Filmaufnahmen in seinem Betrieb in Gescher gemacht würden. Ob er allerdings für die Sendung ausgewählt würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Dann war es endlich soweit. Robert Lehmkuhl und sein Sohn Frank (40) durften ins VOX-Studio nach Köln fahren. Im Gepäck hatten sie einen Opel Olympia – Baujahr 1950 –, an dem der Zahn der Zeit genagt hat. Das Fahrzeug hatte auf jeden Fall genügend Roststellen, um zu präsentieren, wie der Metallentroster namens ROSTdelete wirkt, meinte Robert Lehmkuhl.

In das Fahrzeug hatten die Lehmkuhls ein Skelett gesetzt, und auf dem Autodach war das Schild angebracht: „ROSTdelete, bevor es zu spät ist“. Wenn der Autofahrer zu lange warte, bis er den Metallentroster einsetze, sei es zu spät für ihn und das Fahrzeug. Beide würden Gefahr laufen, das Zeitliche zu segnen.

Die Investoren haben über den noch nicht restaurierten Oldtimer im Studio gestaunt, verrät Robert Lehmkuhl. „Wir waren sehr aufgeregt, als wir als Kandidaten durch den Tunnel ins Studio gelangten, wo wir auf die Löwen trafen.“

Drei Minuten Zeit hatte Robert Lehmkuhl für den sogenannten „Pitch“, in dem er sein Marketingkonzept für sein Metallentrostungsmittel vorstellte. Sein Sohn antwortete auf alle nachfolgenden Fragen der Löwen.

Ob diese am Ende auf den Deal eingegangen sind, wird noch nicht verraten. Denn Robert Lehmkuhl ist vertraglich bis zur Ausstrahlung der Sendung am 10. März zum Schweigen verpflichtet.

Doch ganz gleich, wie die Sache ausgehe, werde sich im Betrieb an der Porschestraße in Gescher danach einiges tun. Robert Lehmkuhl freut sich schon sehr darauf, wie er selbst sagt.

Gern erinnert er sich an die Anfänge, als er seinen Metallentroster erfunden hat. Für ihn war 2013 ein unglaubliches Jahr. „Das war, als ob die Menschheit auf dieses Produkt gewartet hätte“, freute sich der seit 1987 in Gescher ansässige Unternehmer.

Angefangen hat alles damit, dass der 64-jährige Rostschäden an seinem alten Geländewagen entfernen wollte. Manche Stellen waren mit Schleifer oder Bürste nicht zu erreichen. Er suchte damals im Internet nach einem pastösen Rostentferner – und fand nichts. Daraufhin experimentierte er und erzielte mit einer Mischung aus Holzstoffen, Verdicker und Obstsäuren das gewünschte Ergebnis.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Das Mittel wird dickschichtig aufgetragen und entfernt den Rost nach mehrstündiger Einwirkzeit porentief. Beim Abspritzen mit dem Hochdruckreiniger kommt das blanke Metall zum Vorschein. Und alles ohne chemische Zusätze. Zudem ist die Paste kompostierbar.

200 Liter ROSTdelete rührte Lehmkuhl in der Startphase täglich zusammen und hätte doch ein Vielfaches absetzen können. Bei Neudecker & Jolitz ließ Lehmkuhl größere Rührwerke anfertigen. „Trotzdem ist hier nach drei Monaten alles zusammengebrochen“, blickt Lehmkuhl auf das schwierigste Kapitel der Erfolgsgeschichte zurück.

Auch mit Unterstützung von Familie und Bekannten waren die Bestellmengen nicht mehr abzuarbeiten.

Nach einem gesundheitlichen Warnschuss entschloss sich Lehmkuhl, Partner zu suchen. Die fand er im renommierten Abfüller, der Firma Sigloch (Blaufelden) für Logistik und KruseMedien (Vreden) für den Onlineshop und Marketing. Robert Lehmkuhl und sein Sohn Frank freuen sich auf die Ausstrahlung der Sendung am Dienstag, die sie gemeinsam mit der Familie und Freunden ansehen.

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