Zunächst sollen die Viertklässler ins Klassenzimmer zurückkehren
Auf Schulstart am 4. Mai vorbereitet

Gescher. Für die Viertklässler der Grundschulen soll die lange unterrichtsfreie Zeit – nach dem jetzigen Stand – am 4. Mai zu Ende sein. Auf diesen Termin arbeiten die Pankratius-Schule und die Von-Galen-Schule hin.

Montag, 20.04.2020, 06:20 Uhr
Zunächst sollen die Viertklässler ins Klassenzimmer zurückkehren: Auf Schulstart am 4. Mai vorbereitet
Laut Ministerium sollen die Viertklässler am 4. Mai wieder die Schulbank drücken. Das gilt in Gescher für die Von-Galen-Schule (Bild) und die Pankratius-Schule.                                                                                   Fotos: Archiv Foto: az

Deren Schulleiterinnen Birgit Knauer und Petra Roters wollen sich mit ihren Teams in den kommenden zwei Wochen intensiv auf den Schulstart für die vierten Jahrgänge vorbereiten.

Birgit Knauer (Pankratius-Schule) teilt mit: „Wir werden die notwendigen organisatorischen Maßnahmen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs treffen. Dazu gehören die Lerngruppeneinteilung, die Personaleinsatzplanung, der Stundenplan, die Unterrichtsinhalte, das Pausenkonzept und der Rahmen-Hygiene-Plan.“

Für alle Kinder werde das sogenannte Homeschooling – das Lernen zu Hause – in den kommenden zwei Wochen fortgeführt. Die Arbeitsmaterialien für die Kinder werden über die Klassenlehrerinnen organisiert.

Mit Blick auf die Notbetreuung hoffen die Grundschulen, zeitnah Genaueres zur Definition der weiteren Bedarfs- und Berufsgruppen zu erfahren, damit sie mit den Eltern die Betreuung abklären können. Familien mit mindestens einem Elternteil in krisenwichtigen Bereichen, die die Betreuung nicht selbst organisieren können, haben unverändert einen vorrangigen Anspruch auf die Notbetreuung, betont Birgit Knauer. Aktuell würden bis zu 15 Schülern die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Das sei bei einer Gesamtzahl von 300 Schülern der Pankratiusschule eine geringe Anzahl.

Birgit Knauer vermutet aber, dass sich der Anteil dieser Gruppe erhöhen wird, weil weitere Berufsgruppen als systemrelevant eingestuft werden und für diese Eltern dann ein Anspruch auf eine Notbetreuung für ihre Kinder besteht.

Das Team – dazu gehören die Kolleginnen sowie die Mitarbeiter der offenen Ganztagsschule – würde in dieser Krise „Großartiges“ leisten, zeigt sich Birgit Knauer sehr dankbar. Sie fügt hinzu: „Wir haben eine Elternschaft, die ihre Kinder toll bei ihren Lernpaketen unterstützt. Außerdem haben wir hier in Gescher zwischen den beiden Grundschulen eine fruchtbare Vernetzung.“ Gemeinsam mit Petra Roters, der Leiterin der Von-Galen-Schule, habe sie sich in der Vorgehensweise sehr eng abgestimmt.

Schulleiterin Petra Roters teilt mit, dass sich momentan alle Kolleg/innen damit beschäftigen, neue Lernpakete zu erstellen und diese an die Eltern und die betreffende Schülerinnen und Schüler zu verteilen.

Parallel dazu laufe auch die Notfallbetreuung weiter. Außerdem gehe es um die Organisation für die kommenden Wochen, um das Erstellen eines Einsatzplans und die Abfrage von Bedarfen. Petra Roters kommentiert weiter: „Es soll ja zunächst nur eine Öffnung für die Viertklässler werden – aber in welcher Art und Weise ist noch nicht geklärt. Da warten wir auf weitere Anweisungen und Informationen der Regierung, Bezirksregierung und des Schulamtes. Ideen haben wir schon – aber wir können noch nicht in konkretere Planungen gehen, da uns verlässliche Rahmen- und Eckdaten fehlen.“

Dazu gehöre wohl auch, dass das Ministerium klare Aussagen darüber treffe, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Bedingungen die ersten bis dritten Jahrgänge in den Schulunterricht zurückkehren, wie Birgit Knauer sagt.

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