Gut 700 Mitarbeiter der d.velop-Gruppe arbeiten bis mindestens 15. Mai im Homeoffice
Campus wirkt wie ein Stillleben

Gescher. Seit dem 11. März arbeitet das d.velop-Team im Homeoffice. Der Campus in Gescher wirkt wie ein Stillleben. Nachdem sich das Unternehmen präventiv zu diesem Schritt entschieden hatte, dauerte es effektiv nur einen Tag, bis zunächst rund 500 Kolleginnen und Kollegen, kurz darauf in der d.velop-Gruppe gut 700 Personen ins Homeoffice gewechselt hatten. Vorstand Mario Dönnebrink zeigt sich begeistert, „mit welcher Disziplin, aber auch Motivation und Spaß die Kollegen diese Maßnahme angegangen sind, konsequent umgesetzt haben und auch rund zwei Monate später immer noch leben“. Es herrschte von Beginn an großes Verständnis in der Belegschaft, sicher auch, weil alle Erwägungen und die Hintergründe permanent offen und transparent über persönliche Nachrichten und das Intranet kommuniziert wurden.

Donnerstag, 07.05.2020, 06:26 Uhr
Gut 700 Mitarbeiter der d.velop-Gruppe arbeiten bis mindestens 15. Mai im Homeoffice: Campus wirkt wie ein Stillleben
Verwaist ist seit Wochen der Campus an der Schildarpstraße. Frühestens Mitte Mai kehren die ersten Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurück. Foto: az

Als Digitalunternehmen hatte es der Softwarehersteller sicher in technischer Sicht ein wenig leichter als andere. Wirklich produktiv werde man aber erst, wenn es möglich sei, relevante Unternehmensprozesse in dieser Situation von zu Hause aus komplett durchgängig digital abzuwickeln. Dazu gehören zum Beispiel die Bearbeitung, Prüfung und Freigabe von Rechnungen, die Erstellung, Abstimmung von Verträgen und auch die erforderliche digitale Unterschrift. Hier nutzen die Mitarbeiter natürlich vorrangig die eigenen Produkte, die d.velop aber auch allen Interessierten auf der Website www.d-velop.de als kleinen Beitrag in der Krise acht Wochen lang kostenlos anbietet, und zwar in vollem Funktionsumfang.

Die tägliche Arbeit bei d.velop musste sich laut Pressemitteilung in Teilen neu ordnen. Je nach Teamzusammensetzung gibt es tägliche Besprechungen per Videokonferenz. Einige Kollegen sind auch dazu übergegangen, nach der Arbeit zusammen ein „virtuelles Feierabend-Bier“ zu trinken, was ebenfalls per Videokonferenz abgewickelt wird.

Technologie sei aus Sicht von d.velop zwar die Grundlage für effizientes Arbeiten, ein funktionierendes Team auf der Basis echten Vertrauens sei aber der wahre Erfolgsfaktor. Heute laufen sämtliche Vorgänge komplett digital ab. Das gilt auch für Veranstaltungen. Das ursprünglich für Berlin geplante „d.velop forum“ findet beispielsweise als Online-Event mit mehr als 1100 Teilnehmern vollständig digital statt. Alle Unternehmen, die Impulse zur erfolgreichen Gestaltung des digitalen Wandels suchen, sind eingeladen, am 12. Mai kostenfrei dabei zu sein. Infos und Tickets gibt es unter www.d-velop.de/forum.

Das erste Quartal 2020 lief für den Gescheraner Software-Anbieter überaus erfolgreich, teilt die Unternehmensleitung auf Anfrage mit. Tatsächlich sorge die aktuelle Situation momentan für eine gesteigerte Nachfrage an Digitalisierungslösungen – aber die prognostizierte Rezession betreffe die Gesamtwirtschaft und werde sich mittelfristig auch bei d.velop bemerkbar machen. Dennoch zeigt sich die Unternehmensleitung vorsichtig optimistisch und ist sicher, mit den bestehenden und zukünftigen Angeboten die richtigen Antworten auf die Herausforderungen zu haben. Die aktuelle Homeoffice-Lösung werde bis zum 15. Mai praktiziert, um dann möglicherweise sukzessive zum „normalen“ Arbeitsalltag zurückzukehren.

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