SPD Gescher/Hochmoor stellt Kandidatenteam für Kommunalwahl auf
Schonnebeck auf Platz eins

Gescher. Auf den Kulis am Eingang stand „Ihr SPD-Kandidat Marc Jaziorski“. „Die stammen noch aus dem Landtagswahlkampf 2012“, schmunzelte der Ortsvereinsvorsitzende. Im großen Ratssaal stand ein anderer SPD-Mann im Fokus: Klaus Schonnebeck wurde am Dienstagabend offiziell zum Bürgermeisterkandidaten der SPD Gescher/Hochmoor gewählt und führt auch die Reserveliste der Partei für die Kommunalwahl am 13. September an. In geheimer Wahl verzeichnete er 15 Ja-Stimmen und ein Nein. Der 53-jährige Bauingenieur analysierte die politische Situation in Gescher und kam zu dem Schluss: „Auf uns warten eine Menge Aufgaben.“ Sowohl bei der Benennung der Direktkandidaten als auch bei der Aufstellung der Reserveliste folgte die Versammlung den Vorschlägen des Vorstandes.

Donnerstag, 04.06.2020, 06:21 Uhr
SPD Gescher/Hochmoor stellt Kandidatenteam für Kommunalwahl auf: Schonnebeck auf Platz eins
Die SPD-Mannschaft für die Kommunalwahl im September steht. Im Bild (v.l.): Marc Jaziorski, Josefin Gremm, Rolf Lappe, Johannes Schneider, Norbert Schulenkorf, Bürgermeisterkandidat Klaus Schonnebeck, Heike Bone, Rita Hölker, Christian Wellering, Andreas Langer und Ansgar Heming. Foto: az

Desinfektionsschutz, Mindestabstand, Listeneintrag: Nachdem die SPD die Kandidatenaufstellung wegen der Corona-Krise mehrfach verschoben hatte, brachte die Partei ihre Versammlung jetzt unter Einhaltung der gängigen Vorgaben zügig über die Bühne. Auf einen Gastredner und die persönliche Vorstellung der Kandidaten wurde verzichtet. Im Rekordtempo wickelte Vorsitzender Marc Jaziorski die Formalien ab und freute sich, dass bei der Besetzung der 16 Wahlbezirke in Gescher und Hochmoor auch neue Gesichter dabei sind: Patrick Kallaus, Josefin Gremm, Heike Bone, Dennis Haveresch und Christian Schultewolter ergänzen das Team der erfahrenen Kommunalpolitiker.

Neben der Liste der Direktkandidaten gab es auch für die vorgeschlagene Reserveliste 16 Ja-Stimmen. „Natürlich steht unser Bürgermeisterkandidat auf Platz eins“, leitete Jaziorski den Wahlgang ein. Neben bisherigen Ratsmitgliedern befinden sich auch zwei Neulinge auf aussichtsreichen Listenplätzen: Heike Bone (6) und Josefin Gremm (8). Der Anregung aus der Versammlung, Johannes Schneider von Platz neun auf acht vorrücken zu lassen, konnte aus formalen Gründen nicht gefolgt werden.

Schon seit November letzten Jahres ist klar, dass die SPD Klaus Schonnebeck ins Rennen um den Rathaus-Chefsessel schickt. Die formale Nominierung folgte am Dienstagabend. Vor dem Wahlgang nahm der 53-Jährige die Genossen mit auf einen Streifzug durch viele Politikfelder. Anknüpfend an einen CDU-Flyer aus 2015, in dem Gewerbesteuersenkungen versprochen wurden, stellte Schonnebeck fest: „Die CDU hat Steuern erhöht und unser Abwasserwerk abgezockt.“ Dass es in Gescher noch keinen Wirtschaftswegeverband gebe, sei gut – dieses Projekt werde „ein Riesen-Fiasko“. Der Weg bis zum Umbau der Pankratiusschule sei ein „Drama“ gewesen, die K 44n befinde sich immer noch im Bau, und auch beim Thema Feuerwehr sei die Stadt noch nicht vorangekommen, vielmehr sei hier durch den Hallenkauf „viel Geld verbrannt worden“. „Da müssen wir ganz neu mit der Feuerwehr ins Gespräch kommen“, stellte Schonnebeck fest.

Der Bürgermeisterkandidat kritisierte den Zustand der Straßen in Gescher, das veraltete Dorfentwicklungskonzept in Hochmoor und den Umgang des jetzigen Bürgermeisters mit den Mitarbeitern im Rathaus. „Viele sind demotiviert“, so Schonnebeck. Gleichzeitig forderte er, das beschlossene Klimaschutzkonzept mit Leben zu füllen. Der Ratsmehrheit warf der SPD-Mann vor, in den letzten Jahren „Haushalte ohne Konzept“ verabschiedet und nicht solide gewirtschaftet zu haben. „Wir sind die Besten, die die anstehenden Aufgaben lösen können“, rief Schonnebeck den Genossen zu und bat um engagierte Unterstützung im anstehenden Wahlkampf.

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