Feuerwehr muss sich nach Corona-Zwangspause auf neue Bedingungen einstellen
Übungsdienste auf Sparflamme

Gescher. Vor Beginn der Corona-Pandemie haben sich die Löschzüge Gescher und Hochmoor der Freiwilligen Feuerwehr alle 14 Tage am Donnerstag- beziehungsweise Dienstagabend zum Dienstabend getroffen. Um Punkt 19.30 Uhr war Dienstbeginn an den beiden Standorten in Gescher und Hochmoor.

Montag, 29.06.2020, 07:00 Uhr
Feuerwehr muss sich nach Corona-Zwangspause auf neue Bedingungen einstellen: Übungsdienste auf Sparflamme
Der Fokus der Übungsdienste der Feuerwehr wird vorerst auf eine nahezu kontaktlose praktische sowie theoretische Ausbildung gerichtet. Foto: Feuerwehr

Doch mit Beginn der Covid-19-Krise in Deutschland und Europa mussten auch die Feuerwehren ihren Übungsdienst weitestgehend einstellen, wie Ralf Beuker, Pressesprecher der Feuerwehr Gescher mitteilt. „Zu groß war die Gefahr, dass ganze Löschzüge oder gar ganze Feuerwehren in die häusliche Quarantäne geschickt werden müssen“, kommentiert er dazu.

Daher habe man sich im Kreis Borken schon recht frühzeitig dafür entschieden, alle Aktivitäten in den Feuerwehren auf Sparflamme herunterzufahren – mit dem Hauptaugenmerk, zu gewährleisten, die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten.

Neben den Dienstabenden seien damals auch jegliche Veranstaltungstermine und Lehrgänge bis auf Weiteres ausgesetzt worden, noch bevor die offiziellen Kontaktbeschränkungen durch das Land Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten waren.

Ralf Beuker erläutert: „Die Einsätze wurden unter besonderen Hygienemaßnahmen abgearbeitet und die Mannschaftsstärke am Einsatzort auf das Notwendigste reduziert.“ Während dessen seien auch die Gerätehäuser aus hygienischer Sicht aufgerüstet und die Dienstabende übergangsweise digital abgehalten worden.

Seit kurzem sei es den Feuerwehren wieder möglich, ihre Übungsdienste wieder aufzunehmen – natürlich auch hier nur unter besonderen Hygienemaßnahmen und in einer „abgespeckten“ Form. Die Dienstabend bekommen damit einen neuen Charakter.

Ralf Beuker bedauert: „Leider sind derzeit die Übungsdienste der Kinder- und Jugendfeuerwehr und die Treffen der Alters- und Ehrenabteilung auch weiterhin ausgesetzt.“

Die Übungsdienste finden nur in kleinen Gruppen mit geringer Personenanzahl statt und dies auf unterschiedliche Tage verteilt.

Das Üben größerer Lagen entfalle vorerst. Auch Übungen, die körpernahe Teamarbeit voraussetzen, seien aktuell nicht möglich. Der Fokus der Übungsdienste werde daher vorerst auf eine nahezu kontaktlose praktische sowie theoretische Ausbildung – beispielsweise im Rahmen von Fahrzeug- und Gerätefortbildungen – gerichtet. Die Veranstaltungen würden dann vorzugsweise draußen stattfinden. Dazu sei ein Hygienekonzept speziell für den Übungsdienst erstellt worden, sodass die Übungen ab sofort wieder starten können.

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