Viele Ideen für einen attraktiveren Stadtpark diskutiert
Bürger-Engagement erwünscht

Gescher. „Der Stadtpark ist nicht gerade der Schwerpunkt, den sich die Stadt Gescher in den letzten Jahren gegeben hat. Vielen Bürgern ist die Neugestaltung des Stadtparks aber ein wichtiges Anliegen. Deshalb haben wir sie heute zu einer Mitmach-Veranstaltung eingeladen“, stellte Bürgermeister Thomas Kerkhoff gleich zu Beginn des Treffens im Rathaus fest.

Montag, 03.08.2020, 06:03 Uhr
Viele Ideen für einen attraktiveren Stadtpark diskutiert: Bürger-Engagement erwünscht
Viele Vorschläge aus den Reihen der Workshop-Teilnehmer wurden an der Ideenwand festgehalten und anschließend diskutiert. Fotos: emk Foto: az

Zusammen mit Kerstin Uphues, der Ersten Beigeordneten, unterstützt durch Florian Okon (Fachbereich Verkehrsfläche, Anliegen) und Jochen Inkmann (Fachbereich Sport, Jugend), leiteten die Verwaltungsvertreter durch die Diskussion.

„Wir brauchen für die Neugestaltung ihre Unterstützung. Wir stellen uns eine Art Generationenpark vor, wo man sich wohlfühlt und sich treffen kann“, ergänzte Uphues. Schon seit längerem schwelt auf politischer Ebene die Idee, im Stadtpark einen Spielplatz einzurichten. „Dafür geben wir kleinere Spielplätze auf“, sorgte Uphues für eine von vielen Steilvorlagen. Das sollte allerdings im Zuge der gesamten Neugestaltung des Stadtparks geschehen, ergänzten einige der knapp 20 Teilnehmer.

Der Stadtpark sei viel zu isoliert. Es müsse eine richtige autofreie Verbindung vom Zentrum zum Stadtpark geschaffen werden. Ein Kiosk, an dem man Kaffee, Kuchen und Getränke verzehren könne, wäre ebenfalls eine Möglichkeit, um den Stadtpark attraktiver zu gestalten. „Die Stadt wird dort nie einen Kiosk betreiben können. Das müssten Anbieter aus der Gastronomie übernehmen“, wandte Kerkhoff ein. Ebenso wäre eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Direktverbindung vom Zentrum zum Stadtpark nicht möglich. „Das würde den Ort durchschneiden“, wandte Kerkhoff auch zu diesem Punkt ein.

Anderes sei aber durchaus umsetzbar. Eine Konzentration und der Ausbau der sportlichen Angebote fanden alle Anwesenden gut. Die Erneuerung des Basketballkorbs und die Verlegung des Beachvolleyballfeldes wurden ebenfalls von allen Seiten befürwortet. Ein Bolzplatz für Kinder, die Errichtung eines Niedrigseilgartens, Tore für Fußball und der Aufbau von Fitnessgeräten sowie die Neugestaltung der Skateranlage fanden ebenfalls breite Zustimmung.

Auch die Vermüllung des Stadtparks und die schadhaften, beschädigten Bänke waren Themen des Treffens. Mehr Mülleimer und mehr Ruhebänke wären ein Mittel dagegen. Die Entsorgung der gefüllten Hundekotbeutel könnte auf diese Weise ebenfalls besser geregelt werden, hieß es. „Viele dieser Beutel fliegen bei uns über den Zaun auf das Gelände des Kindergartens“, ergänzte eine Teilnehmerin.

Vertreter der Skater boten ihre Hilfe an beim Auf- und Umbau ihrer Anlage. Einige dunkle Ecken sollten durch sorgsameren Baum- und Grünschnitt beseitigt werden. Ein Matschbereich für Kinder an einem Brunnen, eine Unterstellmöglichkeit im Fall eines Regenschauers, mehr Fahrradständer und eine E-Bike-Ladestation waren weitere Vorschläge.

„Die Gesamtverantwortung für den Park hat die Stadt. Wir wollen und müssen manchmal Schwerpunkte setzen. Wenn Bürger mitgestalten, hat das Ganze auch eine andere Wertschätzung“, ergänzte Kerkhoff am Ende des Treffens. Alles werde nicht umgesetzt werden können. Ein neuer Termin für weitere Planungen wurde noch nicht festgezurrt.

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