Dicke Fragezeichen hinter Weihnachtsmarkt und Adventskalender-Aktion
Kein Umzug mit dem Nikolaus

Gescher. Die steigenden Corona-Zahlen erschweren alle Planungen für die üblicherweise ereignisreichen Wochen bis Weihnachten. Beim Stadtmarketing sind erste Entscheidungen gefallen; die große Frage, ob und in welcher Form der Weihnachtsmarkt stattfinden kann, soll nächste Woche endgültig geklärt werden. „Dann tagt unsere Gesellschafterversammlung“, teilte Geschäftsführerin Jana Ay gestern auf Anfrage mit. Fest steht, dass der Nikolausumzug am 5. Dezember nicht stattfinden wird. Da sind üblicherweise bis zu 2000 Kinder und Eltern unterwegs, die singend durch die Stadt ziehen, sich zum Abschluss auf dem Pankratius-Schulhof versammeln, dort dem Nikolaus lauschen und die Stutenkerle in Empfang nehmen. „Für eine solche Veranstaltung lässt sich kein genehmigungsfähiges Hygienekonzept organisieren“, bedauert Jana Ay. Folglich könne dieser Umzug nicht stattfinden. Zum Ausgleich hat das Stadtmarketing aber ein kleines Trostpflaster parat: Kindergärten, die anstelle des Nikolausumzuges eine Back- oder Bastelaktion starten, erhalten nach Absprache einen kleinen Zuschuss zu den Materialkosten.

Dienstag, 20.10.2020, 06:29 Uhr
Dicke Fragezeichen hinter Weihnachtsmarkt und Adventskalender-Aktion: Kein Umzug mit dem Nikolaus
Bilder wie diese wird es am Vorabend des Nikolaustages nicht geben: Das Stadtmarketing hat den traditionellen Umzug mit Stutenkerl-Ausgabe aufgrund der Pandemielage endgültig abgesagt. Die Stiefelaktion für Kinder findet aber planmäßig statt. Foto: Archiv

Keine Probleme gibt es bei der traditionellen Stiefelaktion – die findet trotz Corona statt. Alle Kindergartenkinder können mitmachen, bis Ende November ihren Schuh/Stiefel abgeben und sich ab dem Nikolaustag (6. 12.) auf die Suche begeben. Dann befinden sich die prall gefüllten Schuhe oder Stiefel in den Schaufenstern der Gescheraner Einzelhändler und Gewerbetreibenden. Wer beim ersten Bummel durch die Stadt nicht sofort fündig wird, kann sich Tipps beim Stadtmarketingteam holen. 55 örtliche Betriebe beteiligen sich an dieser Aktion.

Dicke Fragezeichen stehen dagegen hinter den Events Weihnachtsmarkt und Adventskalender. Dass der beliebte „Weihnachtszauber“ am 28./29. November in gewohnter Form stattfinden könnte, davon haben sich die Organisatorinnen schon längst verabschiedet. Das aktuelle Konzept sieht eine konzentrierte Weihnachtsmarktzone an einem Standort vor – ohne Beiprogramm und gastronomische Angebote, dafür mit Zugangskontrolle. Aber auch dieses Konzept ist aufgrund der sich verschärfenden Pandemielage gefährdet. Falls dem Event nicht ohnehin ordnungsbehördlich ein Riegel vorgeschoben wird, wollen die Gesellschafter der Stadtmarketing GmbH am kommenden Dienstag (27. 10.) entscheiden, was geht. Gleiches gilt für den Adventskalender mit dem abendlichen Stelldichein am Heinrich-Hörnemann-Haus.

Gute Nachrichten gibt es dagegen von der Heimat-Shoppen-Aktion: Hier sind über 1000 Stempelkarten zurückgekommen, was bedeutet, dass in den vergangenen vier Wochen über 3000 Einkäufe in den beteiligten Geschäften getätigt worden sind. „Das ist eine gute Resonanz“, findet Jana Ay. Die abschließende Verlosung soll in der letzten Oktoberwoche stattfinden.

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