In zwei Räumen der Von-Galen-Schule wieder leicht erhöhte Schadstoff-Messwerte festgestellt
Stoßlüften und Reinigen sollen ausreichen

Gescher. An der Von-Galen-Schule sind in zwei Räumen leicht erhöhte Schadstoff-Messwerte festgestellt worden. Das von der Stadt beauftragte Hygieneinstitut hat keine Bedenken, dass die Räume weiter genutzt werden, empfiehlt aber verstärktes Stoßlüften und intensives Reinigen. „Es besteht also kein akuter Handlungsbedarf“, stellte Bürgermeisterin Anne Kortüm gestern beim Ortstermin fest. Vorsorglich sollen aber in der kommenden Woche sogenannte Passivsammler aufgestellt werden, um die Raumluft in den nächsten zwei Wochen unter Normalbetrieb zu überwachen. Von den Ergebnissen hängt es ab, ob sich ein Sanierungsbedarf ergibt oder nicht. Schulleiterin Petra Roters informierte die Eltern gestern per Rundbrief über die Situation.

Sonntag, 22.11.2020, 10:30 Uhr
In zwei Räumen der Von-Galen-Schule wieder leicht erhöhte Schadstoff-Messwerte festgestellt: Stoßlüften und Reinigen sollen ausreichen
Bei Messungen sind in zwei Räumen der Von-Galen-Schule leicht erhöhte Schadstoffwerte festgestellt worden. Vor Ort besprachen sich gestern (v.l.) Erste Beigeordnete Kerstin Uphues, Schulleiterin Petra Roters, Klaus Schnieder (Gebäudemanagement) und Bürgermeisterin Anne Kortüm. Foto: Jürgen Schroer

Bereits vor zwei Jahren hatte es an der Von-Galen-Schule eine Schadstoffbelastung in fünf Räumen des Altgebäudes (von 1938) gegeben. Ursächlich für überhöhte Werte (Naphthalin und Benzol) war der teerhaltige Estrich, der in einer aufwendigen Sanierungsmaßnahme ausgetauscht wurde. „Seitdem haben wir in unregelmäßigen Abständen in unseren Schulen Raumluftmessungen vorgenommen“, erläuterte Klaus Schnieder, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. Das war auch Wunsch der Politik. Bei diesen Kontrollmessungen sind nun zwei der sanierten Räume wieder auffällig geworden: ein Klassenraum im Erdgeschoss und der Medienraum im ersten Obergeschoss.

In einem Fall (Klassenzimmer) liegt der Naphtalin-Wert leicht über dem Richtwert, im anderen Fall (Medienraum) ist der Benzol-Wert knapp im gelben Bereich. Die Ursache dafür lasse sich laut Hygiene-Institut nicht lokalisieren, so Schnieder. Sie hänge möglicherweise damit zusammen, dass minimale Schadstoffmengen über Jahrzehnte in verschiedene Oberflächen (Wände, Decken, Möbel) eingedrungen seien. Die Richtwertüberschreitungen seien aber so gering, dass beide Räume weiterhin genutzt werden dürften. Nur Lüften und Reinigen müssen laut Institut intensiviert werden.

„Wir sind froh, dass die Messungen stattgefunden haben, auch wenn wir uns andere Ergebnisse gewünscht hätten“, kommentierte Petra Roters die Sachlage. Über das weitere Vorgehen tauschte sich die Schulleiterin gestern mit der Stadtspitze aus. Demnach erfolgt kurzfristig eine umfassende Reinigung der beiden Räume. Um weitere Daten unter Realbedingungen zu erhalten, werden am Dienstag Passivsammler mit Aktivkohle aufgestellt – in insgesamt zehn Räumen der Grundschule, darunter auch das Lehrerzimmer. Die Messungen sollen über 14 Tage laufen, anschließend werden die Daten vom Hygieneinstitut ausgewertet. „Dann sehen wir, ob die jetzigen Handlungsempfehlungen ausreichen oder ob wir sanieren müssen“, so Schnieder. Bei den Kontrollmessungen nach der Sanierung 2018 hätten alle Werte im grünen Bereich gelegen.

Bei Fragen können sich Eltern der Von-Galen-Schüler auch telefonisch an Frau Roters wenden oder direkt an die Stadt als Schulträger.

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