Stadt spricht aus Gründen des Infektionsschutzes Empfehlung aus
„Auf Feuerwerk verzichten“

Gescher. Auch auf den Jahreswechsel wird die Corona-Pandemie Auswirkungen haben. Den Bürgern wird empfohlen, an Silvester auf ein Feuerwerk zu verzichten. Dieser Appell richtet sich auch an die Glockenstädter, wie Marius Tegeler, Leiter des städtischen Ordnungsamt, mitteilt.

Samstag, 28.11.2020, 07:46 Uhr
Stadt spricht aus Gründen des Infektionsschutzes Empfehlung aus: „Auf Feuerwerk verzichten“
Wenn viele Glockenstädter die Empfehlung beherzigen, an Silvester auf ein Feuerwerk zu verzichten, ist ein Schauspiel am Nachthimmel wohl erst wieder zum Jahreswechsel 2021/2022 zu sehen. Fotomontage: Archiv/ mr Foto: az

Tegeler baut auf das Verständnis und die Einsicht der Bevölkerung. Er nennt gleich drei Gründe, warum die Einwohner zum Jahreswechsel auf Böller verzichten sollten.

Einerseits könne es durch ein solches Schauspiel am Himmel zu Menschenansammlungen kommen, die angesichts der aktuellen Corona-Schutzbestimmungen dann so nicht erlaubt sein könnten. Andererseits könnte das Abfeuern von Raketen und Böllern zu Verletzungen führen, die im Krankenhaus behandelt werden müssten. Das wiederum könne zu Engpässen bei der Behandlung von Covid-19-Patienten führen.

Darüber hinaus verweist Marius Tegeler auf die Belastung der Luft durch Feinstaub, wenn viele Menschen zu Silvester ein Feuerwerk durchführen würden. Das sei ein alljährliches Problem.

Auf belebten Plätzen und Straßen soll die Verwendung von Pyrotechnik sogar verboten werden, wie es beim Corona-Gipfel mit der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Bundesländer geheißen hat. So sollen sich keine größeren Gruppen bilden. Die Behörden sollen die betroffenen Plätze und Straßen bestimmen. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sollen untersagt werden. Marius Tegeler wird die Lage genau beobachten. Er geht aber davon aus, dass es in Gescher keine „Hotspots“ dieser Art gebe.

Das treffe auch auf die Einkaufsstraßen der Glockenstadt zu, in denen noch keine Maskenpflicht wie in größeren Städten herrsche. Lediglich auf dem Wochenmarkt sei es erforderlich, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Nach wie vor gelte im Groß- und Einzelhandel und in öffentlichen Gebäuden eine Maskenpflicht.

„Immer wieder gibt es bei uns Anfragen wegen der Maskenpflicht, die wir gerne beantworten“, sagt Marius Tegeler. Die Stadt sei auch in ständigem Kontakt mit den Betreibern von Supermärkten. Der Ordnungsamtsleiter räumt ein, dass mancher Bürger mal vergessen könne, einen vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz zu tragen. „Das ist dann aber keine böswillige Absicht“, sagt er. „Insgesamt gehen die Menschen in Gescher sehr sensibel mit dem Corona-Schutz um“, hat er festgestellt. Das Ordnungsamt könne nicht immer und überall kontrollieren, ob die Auflagen in der Corona-Pandemie konsequent eingehalten würden. Das sei in anderen Kommunen ähnlich. Daher appelliert Marius Tegeler dringend an das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Bürgers mitzuhelfen, dass die Pandemie eingedämmt werden könne.

Er sei froh, dass sich die Glockenstädter einig darin seien, dass der Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus einen hohen Stellenwert habe. Marius Tegeler räumt ein, dass manchen Bürgern die Auflagen zu „lasch“ erscheinen würden, anderen wiederum zu streng. Jetzt müsse die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens abgewartet werden. Daraus würden eventuell neue Regelungen resultieren, die der Kreis Borken einheitlich oder die örtliche Ordnungsbehörde im Alleingang festlegen könnte. „Wir könnten gegebenenfalls nachschärfen“, sagt Marius Tegeler. Dabei müsse man aber immer auch die Verhältnismäßigkeit im Blick behalten.

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