CDU verabschiedet Ratsmitglieder und langjährigen Fraktionssprecher Egbert Kock in Webkonferenz
„Du bist ein Leuchtturm in Gescher“

Gescher. „Danke für dein jahrelanges Engagement, du hast hier in Gescher Spuren hinterlassen.“ Diese Worte von Altbürgermeister Hubert Effkemann galten einem Mann, der dem neuen Rat nicht mehr angehört: Egbert Kock, 13 Jahre lang Sprecher der CDU-Fraktion und über 18 Jahre Ratsmitglied, wurde von seiner Partei am Dienstagabend offiziell verabschiedet.

Donnerstag, 03.12.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 08:21 Uhr
CDU verabschiedet Ratsmitglieder und langjährigen Fraktionssprecher Egbert Kock in Webkonferenz: „Du bist ein Leuchtturm in Gescher“
In einer Webkonferenz verabschiedete die Stadt-CDU am Dienstagabend ihre ausgeschiedenen Ratsmitglieder und und den langjährigen Fraktionsvorsitzenden Egbert Kock (obere Reihe, 2.v.r.). Altbürgermeister Hubert Effkemann (unten, 2.v.l.) hielt die Laudatio. Foto: az

Weggefährten wie Effkemann oder der frühere CDU-Vorsitzende Ferdinand Hölter würdigten die Verdienste des Gescheraners, der es immer verstanden habe, die politischen Kräfte – auch anderer Fraktionen – zusammenzuführen. Wie in Coronazeiten üblich fand die Abschiedsfeier als Webkonferenz statt: „Jeder für sich und trotzdem gemeinsam“, beschrieb der CDU-Vorsitzende Dominikus Bartusch die Grundidee. Damit trotzdem Wohlfühlatmosphäre aufkam, hatte er die Teilnehmer vorab mit einem „Verzehrpaket“ ausgestattet: Es gab u. a. Sekt, Pralinen und Salzgebäck. Dazu kam als Dreingabe von Kock ein Sachbuch der Historikerin Hedwig Richter, die auf anschauliche Weise die Geschichte der Demokratie erzählt und Mut macht.

Verabschiedet wurden auch die ausgeschiedenen CDU-Ratsmitglieder Fritz Leppkes, Bernd Witte, Hans-Josef Kappenhagen, Raisa Effkemann und Markus Rudde. Im Mittelpunkt aber stand Egbert Kock, der im Februar 2002 zur CDU-Fraktion stieß. „Damals noch mit Bart“, schmunzelte Hubert Effkemann. In seiner Laudatio beschrieb er Kock als jemand, der immer bereit gewesen sei, Verantwortung zu übernehmen. Er habe das „C“ im Parteinamen immer ernst genommen und es geschafft, die notwendigen Mehrheiten für wichtige Vorhaben zusammen zu bekommen. Beispielhaft nannte Effkemann die Gesamtschule, die Stadtbücherei, die Entwicklung des Marienquartiers, das Sportzentrum am Ahauser Damm oder die Gewerbeflächen im südlichen Stadtgebiet. Und weiter: „Egbert ist bekannt als engagierter, heimatverbundener, manchmal auch gefühlsbetonter Mensch. Aber er ließ sich in all den Jahren nie von emotionalen Attacken einiger Gruppierungen oder des politischen Gegners aus dem Konzept bringen.“ Kock konnte „Poahl halten“, konstatierte Effkemann.

Mit Verhandlungsgeschick, Menschenkenntnis oder manchmal auch persönlicher Sympathie sei es Kock gelungen, andere zu überzeugen. Im Einzelfall sei da auch Stehvermögen an der Theke in der „Kanne“ gefragt gewesen, um politische Mitstreiter aus anderen Fraktionen zu überzeugen… Hochachtung zollte Effkemann für das Geleistete – Kock habe alle Aufgaben gemeistert, manchmal bis an die Belastungsgrenzen. Ein Dank galt auch Kocks Ehefrau Jutta, die ihren Mann immer unterstützt und in schwierigen Phasen wieder aufgebaut habe.

Den Menschen Egbert Kock nahm der frühere Parteivorsitzende Ferdi Hölter in den Blick. Er erinnerte an die gemeinsamen Anfänge vor rund 20 Jahren, als man sich um politische Bildung und Wiederbelebung der Jungen Union gekümmert habe, erfolgreiche Veranstaltungen mit Jens Spahn und manche Anekdote rund um Sportplatzbau, Bürgermeisterkandidatensuche und parteiinterne Treffen. Es sei eine gute und erfolgreiche Zeit gewesen, bilanzierte Hölter, und bedankte sich für die Zusammarbeit.

Der Nachfolger als Fraktionschef, Thomas Kloster, hatte Kock im Vorfeld der Webkonferenz besucht und Blumen und einen Kalender mit Leuchtturm-Motiven überreicht. Hier knüpfte Ex-Ratsmitglied Fritz Leppkes an: „Du bist ein Leuchtturm in Gescher“, würdigte er Kocks Arbeit in Partei, Fraktion und Rat. Kock wiederum verwies darauf, dass er den langen Weg niemals alleine gegangen sei, sondern immer in einem verlässlichen Team. Die Mannschaft habe immer hinter ihm gestanden. „Danke dafür“, so Kock. Der amtierende Stadtverbandsvorsitzende Dominikus Bartusch freute sich, dass Kock der CDU als sachkundiger Bürger auf Kreisebene und als beratendes Mitglied im Stadtverbandsvorstand erhalten bleibe.

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