Stadt und Stadtmarketing suchen ein neues Logo und starten eine Bürgerbefragung
„Natürlich anders“ hat ausgedient

Gescher. Rund acht Jahre ist es her, dass die Glockenstadt Gescher ihren Slogan „Klingt gut“ gegen „Natürlich anders“ ausgetauscht hat. Seitdem gibt es kaum eine kritische Äußerung in und über Gescher, die diesen Spruch nicht in irgendeiner Form aufgreift. Diese Negativ-Bedeutung ist vielen Gescheranern ein Dorn im Auge und könnte sich bald erledigt haben: Stadt und Stadtmarketing haben sich auf den Weg gemacht, ein neues Corporate Design zu entwickeln. Am Ende des Prozesses könnten ein neues Logo und ein anderer Slogan stehen, mit dem sich möglichst viele Gescheraner identifizieren sollen. „Deshalb planen wir eine breit angelegte Bürgerbeteiligung“, erläutern Bürgermeisterin Anne Kortüm und Erste Beigeordnete Kerstin Uphues im Pressegespräch. Die Gescheraner sind aufgerufen, in drei Kurzsätzen ihre Stadt zu beschreiben. Entsprechende Postkarten werden auf den Wochenmärkten im März und bei zwei Terminen in Hochmoor verteilt. Außerdem können Interessierte über die Seite www.gescher-ist.de mitmachen.

Donnerstag, 25.02.2021, 06:34 Uhr
Stadt und Stadtmarketing suchen ein neues Logo und starten eine Bürgerbefragung: „Natürlich anders“ hat ausgedient
Eine einheitliche und verbesserte Außendarstellung von Stadt und Stadtmarketing streben Bürgermeisterin Anne Kortüm (l.) und Erste Beigeordnete Kerstin Uphues an. Grundlage für die Entwicklung eines neues Logos soll eine Bürgerbefragung sein, die im März startet. Foto: Jürgen Schroer

Noch Kortüms Vorgänger Thomas Kerkhoff hatte das Projekt angestoßen und die örtliche Agentur ITM Design mit der Logo- und Markenentwicklung beauftragt. Die neue Stadtspitze unterstützt das Anliegen: „Wir brauchen einen einheitlichen Auftritt, der das verkörpert, was unsere Stadt ausmacht und alle Bürger anspricht“, sagt Bürgermeisterin Anne Kortüm. Erste Reaktionen auf die Ankündigung, sich von „Natürlich anders“ zu verabschieden, seien überwiegend positiv ausgefallen. Das neue Design soll überall dort auftauchen, wo Stadt und Stadtmarketing in Erscheinung treten: auf Briefbögen, Formularen und Veranstaltungsplakaten, in Flyern und Broschüren, aber auch im Internet. Die Homepage der Stadt Gescher, so stellt Kortüm sich das vor, solle mit dem neuen Design optisch ansprechender und zugleich aktueller und informativer werden.

Bei der Entwicklung des Außenauftritts sollen die Gescheraner mitreden. Sie sind aufgerufen, ihre Stadt zu beschreiben: Gescher ist für mich... Gescher ist besonders, weil... In Gescher fühle ich mich... Auf grünen Postkarten, die bis Ende März im Rathaus-Briefkasten landen sollten, können die Bürger diese Halbsätze vollenden und ihre Stadt so kurz und knapp beschreiben. „Am besten spontan ausfüllen, nicht lange nachdenken“, empfiehlt Este Beigeordnete Kerstin Uphues. Auf den Wochenmärkten am 4., 11., 18. und 25. März jeweils von 10 bis 12 Uhr werden Kortüm, Uphues und Stadtmarketing-Geschäftsführerin Jana Ay diese Postkarten verteilen und erklären, worum es geht. In Hochmoor findet diese Aktion voraussichtlich an zwei Samstagen (6. 3. und 20. 3.) statt, und zwar vor der Bäckerei Mensing. Die Postkarten werden außerdem an vielen öffentlichen Stellen in Gescher und Hochmoor ausgelegt. Parallel können Interessierte über die Seite gescher-ist.de an der Befragung teilnehmen.

Nach der Auswertung der Befragung sollen in einem Workshop mit verschiedenen Beteiligten zentrale Eigenschaften und Facetten der „Marke Gescher“ herausgearbeitet werden. Im Spätsommer dürften vom ITM-Team konkrete Vorschläge auf den Tisch kommen und in den politischen Gremien beraten werden. Ob sich ein pfiffiger Slogan findet? „Ich bin gespannt“, sagt Kortüm. Vielleicht stelle sich auch heraus, dass es bei einem schlichten „Glockenstadt Gescher“ bleibe – ohne Zusatz. Bis zum Jahresende, so die geplante Zeitschiene, sollte das neue Logo feststehen.

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