Blutspende-Sondertermin des Roten Kreuzes an Karfreitag
„Ich möchte damit Gutes tun“

Gescher. Der Sonderblutspendetermin des DRK Gescher am Karfreitag in der Gesamtschule in Gescher war wieder ein voller Erfolg, trotz Corona und trotz des neuartigen Anmeldeverfahrens. Gerade Letzteres kam bei den 124 Spendern, davon elf Erstspender, sehr gut an. Im letzten Jahr waren es am selben Feiertag 140 Spender, die noch ohne Anmeldeverfahren teilweise bis zu einer Stunde oder länger vor der Tür warten mussten. Mit dem Anmeldeverfahren ging es zügiger in manchmal nur einer halben Stunde.

Dienstag, 06.04.2021, 05:00 Uhr
Blutspende-Sondertermin des Roten Kreuzes an Karfreitag: „Ich möchte damit Gutes tun“
Gut angenommen wurde der Blutspendetermin am Karfreitag in Gescher. Das Bild zeigt Erstspender Marius Kemna (24), der nach der guten Tat von Helga Simon, Teamleiterin beim Blutspendedienst Münster, „erlöst“ wird. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Marius Kemna (24) aus Gescher profitierte besonders davon: „Ich wollte letztes Jahr am Karfreitag schon Blutspenden. Da die Warteschlange zu lang war, bin ich wieder gegangen.“ Kemna ist einer der elf Erstspender und begründet das so: „Der Onkel meiner Freundin, Lutz Horstick, hat mich dazu überredet. Ich möchte damit Gutes tun. Und ich komme wieder.“ Horstick ist seit dem 5. Oktober 2020 Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Gescher. – Stefan Hüging (44) kam aus Ramsdorf angereist. „Ich bin Schichtarbeiter. Da passen die Termine in Ramsdorf für mich nicht immer. Heute passte das in Gescher für mich gut“, so Hüging, der bereits über 50 Mal Blut gespendet hat. Die Corona-Auflagen störten keinen der Spender.

Helga Simon, Teamleiterin vom DRK-Blutspendedienst, versieht ihren Dienst bereits seit 41 Jahren. Dass sie dafür ihren Feiertag opfert, ist für sie vollkommen in Ordnung. „Heute ist alles so wie sonst, nur dass Karfreitag ist. Wir können damit Engpässe über die Feiertage wunderbar überbrücken“, lieferte sie gleich eine Erklärung für den Sonderblutspendetermin am Feiertag.

Auch für Blutspenderin Cornelia Schenk (46) aus Gescher war das neue Verfahren vollkommen in Ordnung. Seit dem 18. Lebensjahr geht sie bereits zur Blutspende. Und bezogen auf die Corona-Auflagen äußerte sie sich ebenfalls sehr positiv: „Das ist gut organisiert. Ich fühle mich hier sicher. Alle sind auch sehr freundlich.“

Mark Wierczeyko, Rotkreuzleiter und Blutspendebeauftragter im DRK-Ortsverein Gescher, freute sich ebenso über den reibungslosen und entspannten Ablauf. Seit 2011 ist er Blutspendebeauftragter. „Die Terminvergabe hat nichts mit Corona zu tun. Das ist jetzt endlich eingeführt und wird auch die Regel werden, damit alles zügiger abläuft. Es kann auch jemand ohne Termin kommen, der muss nur etwas länger warten“, so Wierczeyko. Als er in die jetzige Funktion kam, gab es schon den Sonderblutspendetermin über Ostern.

Engagiert sind auch die ehrenamtlichen Helfer bei der Anmeldung und bei der Ausgabe der Getränke und der kleinen Präsente nach der Spende dabei. Anja Vierhaus ist eine der acht Helfer an diesem Tag und seit zehn Jahren aktiv dabei. „Durch Corona haben wir leider weniger Kontakt mit den Blutspendern. Wir geben hier die Getränke und die Präsente aus. Für uns bedeutet das auch mehr Vorbereitung als früher, wo es noch Brötchen und so gab“, so Vierhaus.

Zeitgleich wurden die ehrenamtlichen DRK-Helfer auch noch in den Corona-Testzentren gefordert. „Auch da sind acht unserer Mitglieder heute im Einsatz. Das ist nicht selbstverständlich, dass sie alle ihre Freizeit opfern. Wir würden so gern unsere Helfer als Dankeschön zu einem geselligen Abend einladen, aber das geht zurzeit nicht“, bedauerte Wierczeyko.

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