Gutachterausschuss legt Grundstücksmarktbericht vor
137 Euro je Quadratmeter

Gescher. Bei durchschnittlich 137 Euro je Quadratmeter lag der Preis für ein Baugrundstück in mittlerer Wohnlage im vergangenen Jahr in Gescher. Damit gibt es keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr, was das Bodenwertniveau betrifft. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2020 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Borken hervor. Kreisweit hat der durchschnittliche Quadratmeterpreis 166 Euro betragen. Spitzenreiter (ohne Bocholt) ist Heiden mit 225 Euro. Mit 93 Euro sind die Grundstücke in Schöppingen am günstigsten. Im benachbarten Stadtlohn liegt der Preis bei 171 Euro, in Velen bei 133 Euro.

Freitag, 09.04.2021, 07:02 Uhr
Gutachterausschuss legt Grundstücksmarktbericht vor: 137 Euro je Quadratmeter
Während die Grundstückspreise im vergangenen Jahr kreisweit um fünf Prozent gestiegen sind, blieb das Bodenwertniveau in Gescher gegenüber dem Vorjahr unverändert. Foto: Tobias Klostermann

Die Zahl der verkauften Wohnbaugrundstücke lag kreisweit mit rund 430 Fällen etwa sieben Prozent über Vorjahresniveau. Bei insgesamt etwa drei Prozent weniger Fläche stieg der Geldumsatz um rund 24 Prozent. Ein Zeichen dafür, dass die Wohnbaulandflächen teurer geworden sind, wie der Gutachterausschuss kommentiert. Die Preissteigerung liegt bei etwa fünf Prozent.

So mussten die Richtwerte in Epe und Borken mit Gemen um etwa 25 Euro angehoben werden. In Nienborg stieg das Bodenwertniveau um rund 20 Euro. In Gronau stieg es um 15 Euro und in Heek, Hochmoor, Oeding, Raesfeld und Velen um etwa zehn Euro pro Quadratmeter.

Während in Stadtlohn noch fünf Euro pro Quadratmeter hinzukamen, blieb das Niveau in Ahaus, Vreden, Schöppingen, Legden, Gescher, Heiden, Isselburg, Reken und Rhede unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der höchste Preisanstieg wurde in Nienborg mit plus 21 Prozent festgestellt, gefolgt von Epe mit 13 Prozent.

Viel diskutiert worden ist im Vorfeld, ob die Corona-Pandemie den Grundstücksmarkt einschränken würde. Im Kreis Borken ist dies nicht der Fall, wie die Zahlen eindeutig zeigen: Die Zahl der vorgelegten Kaufverträge stieg um rund drei Prozent auf den Höchststand der letzten zehn Jahre von 3504 Verträgen. Einen Spitzenwert erreichte auch der Geldumsatz mit 745 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung zum Vorjahreszeitraum von rund sieben Prozent. Zusammen mit den Ergebnissen in Bocholt wurde so im gesamten Kreis mehr als eine Milliarde Euro in Immobilienwerten umgesetzt.

In Gescher wurden im Jahre 2020 insgesamt 115 Grundstücke verkauft. Davon waren 62 bebaut. Deren Gesamtfläche betrug 85 157 Quadratmeter. Dafür wurden 18 596 058 Euro bezahlt. Acht Erbbaurecht-Grundstücke wechselten den Eigentümer. 24 Grundstücke waren unbebaut. 21 Grundstücke waren in Wohnungs- oder Teileigentum. Insgesamt kosteten die 115 Grundstücke 26 055 254 Euro bei einer Gesamtfläche von 212 280 Quadratmetern.

Der landwirtschaftliche Bodenrichtwert lag in Gescher in 2020 unverändert bei 10,30 Euro je Quadratmeter. Am stärksten ist dieser Wert in Gronau gestiegen: von 11,50 auf 13,50 Euro. Kreisweit stiegen die Preise in diesem Sektor um drei Prozent. Den niedrigsten Wert im Kreis hat Isselburg mit 8,10 Euro je Quadratmeter.

Der Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen inklusive Aufwuchs ab einer Größe von einem Hektar beträgt 1,90 Euro je Quadratmeter. Auch bebaute Grundstücke hat der Gutachterausschuss unter die Lupe genommen. In Gescher kostete im vergangenen Jahr ein solches Grundstück mit einem Einfamilienhaus durchschnittlich 285 000 Euro. Dabei ging das Gremium von einem Haus mit dem mittleren Baujahr 1986 aus, einem Grundstück von 655 Quadratmetern und einer Wohnfläche von 126 Quadratmetern. Der Quadratmeterpreis lag bei 2030 Euro.

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