Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian freut sich über drei neue Quereinsteiger
Von der Fotografie zur Altenpflege

Osterwick. Eine gehörige Portion Kreativität und jede Menge Berufs- und Lebenserfahrung würden die drei neuen Quereinsteiger einbringen, freut sich Christoph Klapper, Heimleiter der Stiftung Ss. Fabian und Sebastian in Osterwick.

Samstag, 26.07.2014, 06:24 Uhr

Alle drei Neulinge in der Altenpflege hätten das Wohlergehen der Bewohner im Blick. Und das sei durchaus wörtlich zu nehmen, denn mit ihrer beruflichen Neuorientierung knüpfen Guido Walfort, Beate Sonnenschein und Maria Schröer an ihr früheres Berufsleben an. Alle drei haben eine Ausbildung zum Fotografen absolviert.

Dass gleich drei Fotografen – und das ziemlich zeitgleich – in der Altenpflege ein neues Wirkungsfeld entdecken würden, sei durchaus ungewöhnlich, meint Pflegedienstleiter Michael Tiltmann und betont: „Alle drei sind für unsere Einrichtung ein Glücksfall.“

Guido Walfort (41) aus Varlar war zuletzt als Fotograf in der Werbebranche tätig. Als er dort keine berufliche Perspektive mehr hatte, dachte er über eine neue Chance in der Altenpflege nach. „Meine Frau ist Heilerziehungspflegerin und hat mich in meinem Entschluss, eine dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger zu beginnen, bestärkt“, verrät der Vater zweier Töchter. Auch der Bekanntenkreis habe ihn darin unterstützt, noch einmal völlig neu anzufangen.

„In jüngeren Jahren hätte ich es mir nicht so gut vorstellen, im sozialen Bereich zu arbeiten“, bekennt Walfort. „Der Kontakt zu den Menschen ist mir wichtig; den habe ich in der Altenpflege ganz intensiv. Und jeder Tag ist anders – voller Überraschungen.“

Walfort arbeitet im Wohnbereich Nikolaus. Christoph Klapper kommentiert: „So wie seine beiden Kolleginnen hat Guido Walfort eine entsprechende Persönlichkeit – vor allem die Offenheit, die Lebenserfahrung, das kreative Denken, ein ausgeprägtes Abstraktionsvermögen – und das nötige Einfühlungsvermögen mitgebracht.“

Beate Sonnenschein (47) aus Coesfeld hat 1999 ihre Meisterprüfung in der Fotografie absolviert und sich im Jahre 2010 selbstständig gemacht. Im Altenheim in Osterwick hat sie jetzt eine halbe Stelle als Altenpflegehelferin. Die Fotografie betreibt sie weiter. „Das sind zwei wundervolle Spielfelder, die sich hervorragend ergänzen“, meint Beate Sonnenschein. Sie arbeitet im Fabianusstübchen mit demenziell veränderten Bewohnern. „Der Kontakt mit den alten Menschen dort ist so unverfälscht und pur, so ungefiltert. Das gefällt mir“, schwärmt sie.

Maria Schröer (23) aus Varlar war in der Produktfotografie tätig, bevor sie die Stelle im Sozialdienst des Altenheims erhielt. Sie hat bereits mehrfach als Schülerin im Altenheim und im Stift Tilbeck gearbeitet, um nebenbei Geld zu verdienen. Im betreuten Dienst der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian ist sie Gesprächspartnerin für die Bewohner und hilft ihnen bei der Strukturierung des Alltags.

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