Melanie Hinske-Mehlich übernimmt Verantwortung für Programm und will eigene Handschrift entwickeln
Aus Liebe zur Kultur

Rosendahl. Ihr persönlicher Traum? Nein, da muss Melanie Hinske-Mehlich nicht lange überlegen. „Die drei ???“, antwortet sie spontan. „Auch wenn es nicht realistisch erscheint, das Live-Hörspiel hier nach Rosendahl zu bekommen.“ Aber Träume sind erlaubt – und unerlässlich bei der Zusammenstellung eines attraktiven Kulturprogramms. Für das ist die Verwaltungsmitarbeiterin ab sofort zuständig als Nachfolgerin von Dorothea Roters, die bekanntlich den Fachbereich Planen und Bauen übernommen hat.

Freitag, 29.08.2014, 16:02 Uhr

Die Fußstapfen, in die sie tritt, sind groß, daraus macht Melanie Hinske-Mehlich kein Geheimnis. Was Dorothea Roters rund um das Rosendahler Kulturprogramm und die Kulturkarte aufgebaut habe, sei beeindruckend. Aber von dieser Erfahrung dürfe sie profitieren, freut sich die neue Kulturbeauftragte: „Wir regeln vieles zunächst im Team.“ Zumal das Programm für das Jahr 2014 ohnehin laufe und auch die Angebote für 2015 bereits abgesteckt seien. „So kann ich langsam hineinwachsen“, sagt sie. „Sonst wäre es eine zu große Aufgabe gewesen.“

Seit zehn Jahren ist Melanie Hinske-Mehlich in der Gemeindeverwaltung tätig, hat zuvor im Fachbereich Zentrale Dienste und anschließend im Fachbereich Planen und Bauen gearbeitet, wo sie vor allem mit Bauleitplanung beschäftigt war. Jetzt kümmert sie sich mit einer halben Stelle um den Kulturbereich – und hat die Aufgabe gerne angetreten. „Ein Faible für Kultur ist wichtig“, lächelt sie. Das bringt sie mit, denn sie kommt aus einer Künstlerfamilie mit Schwerpunkt Malen und Zeichnen. „Kultur ist sehr wichtig“, betont sie. „Das fängt schon mit der musikalischen Früherziehung bei Kindern an.“

Gutes bewahren, aber auch Neues erschließen, mit diesem Motto geht die Kulturbeauftragte in die Zukunft. Alles umstricken, nein, auf keinen Fall – aber eine eigene Handschrift soll auf Dauer schon erkennbar sein. „Natürlich werden wir an der Kulturkarte festhalten“, erklärt Melanie Hinske-Mehlich. Die bisherigen Inhaber sollen sich auch künftig im Programm wiederfinden. „Aber ich möchte auch sehen, wie wir immer wieder neue Interessenten dazugewinnen können.“

Die ersten Überlegungen für 2016 strengt sie schon an. Was ist wünschenswert, was ist realisierbar – und welche Träume lassen sich im Kulturprogramm umsetzen? Vielleicht doch irgendwann die drei ??? – „warum nicht?“, lächelt Dorothea Roters mit Blick auf ihre Nachfolgerin. „Mein Traum war es immer, Hannes Wader nach Rosendahl zu holen.“ Und der gastiert am 1. Oktober schon zum vierten Mal in der Zweifachhalle.

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