Vorbereitung auf Fusion mit professioneller Hilfe / Alle Pfarrbüros bleiben erhalten
Pfarren ziehen an einem Strang

Rosendahl (bak). Die Vorbereitungen zur Kirchenfusion der Gemeinde Rosendahl sind so gut wie abgeschlossen. Die Zusammenführung kann kommen, denn eins steht fest: Mehr als ein Vierteljahr lang haben sich die Verantwortlichen der Rosendahler Kirchen vorbereitet – mit Erfolg: „Hier in Rosendahl ist es wirklich vorbildlich gelaufen. Schon lange vorher haben sich alle Beteiligten Gedanken gemacht“, äußert sich Sebastian Krampe überzeugt. Er ist Fachmann auf diesem Gebiet. Der aus Werl stammende Beratungsunternehmer der Firma Kramcor hat sich auf die Unterstützung (Coaching) der Pfarreien bei der Fusion spezialisiert. „Es ist tatsächlich einzigartig, wie hier in Rosendahl bereits im Vorfeld konstruktiv gearbeitet worden ist“. lobt er. „So haben wir das noch nicht erlebt.“

Montag, 01.09.2014, 10:36 Uhr

Das Konzept besteht darin, drei Pfarrbüros beziehungsweise Pfarreien auf einen Nenner zu bringen. Ein Verwaltungsprogramm wurde eingeführt: Von der Verwaltung bis hin zur Organisation der Pfarrbüros, alle Fäden laufen mit Beginn der Fusion zusammen. Hinzu kommt das Coaching. Fragen wie: „Was kommt auf uns zu?“ oder „Was benötigen wir?“ Und: „Wie schaffen wir es, nach der Fusion optimal zusammenzuarbeiten?“

Die Mitarbeiterinnen der Pfarrbüros zeigten sich begeistert, denn das Seminar sei verständlich und sehr lehrreich gewesen – aber nie langweilig. Sie werden bis zur Fusion begleitet, und auch darüber hinaus unterstützt sie die Firma Kramcor bei individuellen Fragen.

„Wichtig ist dabei“, betont Pastor Dirk Holtmann, „dass alle drei Pfarreien ihre Öffnungszeiten bei nur leichten Zeitverschiebungen beibehalten werden.“ Jedes Büro bleibt mit dem jeweiligen Personal bestehen. Mehr noch: Da alle Pfarrbüros dann miteinander vernetzt sind, können die Gemeindemitglieder aller drei Ortsteile jederzeit auch im anderen Ortsteil Termine und Wünsche mitteilen, so Holtmann. Damit sei eine bessere Erreichbarkeit gewährleistet in der zukünftigen gemeinsamen Pfarrei.

Das größte Anliegen der Kirchenvorstände sei es auch vornehmlich gewesen, Ängste zu nehmen, beschreibt Sebastian Krampe. „Was mir hier sehr gut gefallen hat, ist die Dezentralität, dass hier Wert darauf gelegt wird, dass jede Gemeinde ihre Identität behält.“ Dennoch werden alle Vorteile und Stärken der drei einzelnen Gemeinden zusammengefasst und zentriert.

Pastor Holtmann zeigte sich froh über den Schritt, mit Krampe zusammenzuarbeiten: „Ohne eine professionelle Unterstützung ist das fast nicht machbar.“ Es sei sehr hilfreich, wenn eine Fachperson mit Erfahrung von außen und mit einem anderen Blickwinkel Anregungen gebe. Im Mittelpunkt stand, das Wir-Gefühl gemeinsam zu erarbeiten – es gibt nicht mehr nur Holtwick, Darfeld oder Osterwick, sondern ein gemeinsames Rosendahl. Und diese Vorbereitungsphase sei den Gemeinden so konstruktiv, reibungslos und gemeinschaftlich verlaufen, wie man sich das nur wünschen könne, betont Krampe: „Damit steht einem reibungslosen Übergang nichts mehr im Weg.“

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