Enttäuschung bei Kindern und Jugendlichen: Stoppelmarkt muss ohne Auto-Scooter auskommen
Freudentag mit Wermutstropfen

Darfeld. Die riesige Resonanz am Sonntag machte den Wermutstropfen beinahe vergessen. Bestes Wetter, ein volles Dorf, dazu attraktive Angebote – „wir sind sehr zufrieden“, ordnet der Werberingsvorsitzende Karl-Heinz Neuhaus den Darfelder Stoppelmarkt 2014 in die Kategorie „absolut gelungen“ ein. Obwohl die Kinder und Jugendlichen ein Stück weit in die Röhre blickten, weil der angekündigte Auto-Scooter nicht erschienen war.

Montag, 08.09.2014, 18:42 Uhr

Wo sich normalerweise der Anziehungspunkt für die jüngere Generation befindet, herrschte zumindest am Samstag gähnende Leere. „Wir hatten einen Vertrag mit der Firma Karl Quante aus Herne abgeschlossen“, erklärt Martin Stauvermann, der in der Gemeindeverwaltung für die Organisation des Festes zuständig ist. Allerdings sei der Scooter – wie schon vor einigen Jahren passiert – nicht gekommen. „Der Schausteller hat einen größeren Kirmesplatz in Heimatnähe bekommen“, so Stauvermann, der darauf verweist, dass sich Quante durchaus um Ersatz für Darfeld bemüht habe. Es habe auch Interessenten gegeben, die mit einem Auto-Scooter nach Darfeld gekommen wären – allerdings reichte für sie der Platz auf dem Parkplatz der Volksbank nicht aus. „Die großen Auto-Scooter benötigen allesamt eine Breite von 18 Metern“, erklärt er. „Wir haben nur 15 Meter zur Verfügung.“ Scooter in dieser Größe gebe es nur wenige in Deutschland, und leider sei am Stoppelmarkt-Wochenende keiner verfügbar gewesen.

Weil Stauvermann von der Absage erst spät erfahren habe, sei es in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich gewesen, eine andere Attraktion zu besorgen. Immerhin sei die Fläche am Sonntag vollständig von historischen Treckern belegt gewesen, so dass der Stoppelmarkt wie bisher einen schönen Rundgang ermöglicht habe.

Für die nächsten drei Jahren, macht Martin Stauvermann Hoffnung, sei das Problem mit dem Auto-Scooter aus der Welt. In diesem Zeitraum gebe es keine Überschneidung mit dem anderen Fest, das der Schausteller diesmal vorgezogen habe. Eine andere Hoffnung, als einen „kleinen“ Scooter zu bekommen, gebe es nicht. „Sonst müssten wir zum Sportplatz ausweichen“, so Stauvermann. „Aber das ist Quatsch, denn die Kirmes gehört ins Dorf.“

Im Dorf fanden sich am Sonntag so viele Gäste ein wie selten zuvor. „Der Markt war restlos voll“, freut sich Karl-Heinz Neuhaus über die Besucherscharen, unter anderem auch bei den beiden Modenschauen oder im Handwerkerzelt. Positiv bemerkbar gemacht hätten sich besondere Aktionen wie der Trecker-Treff des Dreschclubs oder die große Torwand des Schalke-Fanclubs Dorfknappen. „Das ist ohnehin das Erfolgsrezept“, sagt Neuhaus. „Wir müssen Darfelder Vereine und Akteure einbinden, die das Dorf darstellen.“

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