Radsportler von SW Holtwick setzen auf Gruppendynamik / Vorbereitung auf Giro
Gemeinsam statt einsam

Holtwick. Gemeinsam losfahren und gemeinsam ankommen, das ist ihr Motto. „In der Regel klappt das auch“ sagt Matthias Gottheil. Denn nur jeder für sich würde das Pensum kaum packen. Es ist die Gruppe, die für die nötige Stärke sorgt. Denn viele der Radsportler, die sich bei SW Holtwick zusammengefunden haben, sind auch vorher schon im Rennrad-Sattel unterwegs gewesen. „Gemeinsam macht es aber viel mehr Spaß“, betont Markus Paus, der sich aktuell mit seinen Kollegen auf dem Sparkassen-Münsterland.Giro 2014 am 3. Oktober vorbereitet.

Freitag, 12.09.2014, 17:40 Uhr

Seit etwa fünf Jahren existiert die Radsport-Gruppe im Sportverein Schwarz-Weiß. Ein kleiner Zeitungsbericht hat das Projekt vorangetrieben – schnell waren Gleichgesinnte gefunden, die gemeinsam in die Pedale treten wollten. Seitdem sind sie bis zu drei Mal in der Woche unterwegs: dienstags, donnerstags und samstags, je nach Zeit, Lust und Witterung. Von Frühjahr bis Herbst, ehe die Sportler auf Rolle, Indoor-Cycling oder Mountainbike umsteigen. „Es sind bei den Treffen nicht immer alle dabei“, erklärt Gottheil. Vor Ort werden entschieden, in welche Richtung es geht. „In den Baumbergen ist es hügeliger, Richtung Niederlande flacher“, listet er die Optionen auf.

Neben den Trainingsfahrten setzt sich die Radsport-Gruppe immer wieder Saisonhöhepunkte. „Solche Ziele, auf die man hinarbeitet, müssen sein“, sagt Markus Paus. So war eine sechsköpfige Gruppe kürzlich noch bei den Vattenfall-Classics in Hamburg am Start. Fest im terminkalender steht der Münsterland-Giro, an dem die Holtwicker in diesem Jahr bereits zum vierten Mal teilnehmen. „Das ist immerhin das drittgrößte Jedermann-Rennen in Deutschland“, so Paus. Die 110 Kilometer nehmen sie dort unter die Räder – gerne als Gruppe, im Zweifel aber auch in unterschiedlichem Tempo. „Wenn einige an dem Tag mehr Körner haben als andere aus der Gruppe, teilen wir uns auch auf“, erklärt Stefan Wagner.

Das gemeinsame Hobby macht auch Appetit auf gemeinsame Unternehmungen. Ein Trainingswochenende in Detmold gehört schon zum festen Programm, auch eine Trainingswoche zu Ostern auf Mallorca reizt immer mehr der SW-Radsportler. Die sind übrigens jederzeit offen für Neueinsteiger. „Einfach mal ausprobieren“, lächelt Ludwig Fleige, der früher eher als Fußballer unterwegs war. Auch wenn die Ausrüstung nicht ganz günstig ist, gibt Matthias Gottheil zu. „Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt“, erzählt er. Allerdings funktioniere das auch sehr gut mit einem gebrauchten Rad. Und wer es zunächst ausprobieren möchte, kann sich an die Mitglieder der Radsport-Gruppe wenden: „Einige haben ein zweites Rad, das zunächst zur Verfügung gestellt werden kann.“

Die körperliche Fitness macht den Reiz. „Aber auch die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit große Entfernungen zurückzulegen“, erklärt Markus Paus. Eben in der Gruppe, in der 70 Kilometer längst nicht so heftig wirken wie alleine. Supersportler müssen es gar nicht sein, die sich in den Sattel schwingen. „Ich habe vorher so gut wie nie Sport betrieben, aber es funktioniert“, versichert Stefan Wagner. „Wichtig ist nur, kontinuierlich dabei zu sein und nicht nur einmal im Monat.“

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