Mehr als 2000 Wallfahrer nehmen am Finale der Marienfestwoche teil
„Pilgerort des Lebens“

Rosendahl/ Eggerode / Schöppingen  (akö). Zu einer beeindruckenden Demonstration des Glaubens wurde die Abschlussfeier der Marienfestwoche 2014 im Wallfahrtsort Eggerode. Mehr als 2000 Teilnehmer waren auf dem Marienplatz neben der Kirche am Freialtar zusammengekommen und hatten auf den Bänken und der Umfassungsmauer Platz genommen. Viele mussten sich aber mit Stehplätzen begnügen. Auch im Kirchenraum waren alle Bänke belegt.

Dienstag, 16.09.2014, 06:28 Uhr

Neben vielen Einzelpilgern waren nach alter Tradition auch die Fußpilger aus den Gemeinden Osterwick, Darfeld und Holtwick gekommen, deren Seelsorgeeinheit sich mit Beginn des neuen Kirchenjahres – am 1. Advent – zu einer Pfarrei zusammenschließen wird.

Aus dem Ruhrbistum Essen war Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck nach Eggerode angereist, um mit den Gläubigen das Pontifikalamt zu feiern.

Er habe offensichtlich die Sonne mit nach Eggerode gebracht, stellte Pastor Stephan Wolf in seiner Begrüßungsansprache fest.

Bischof Overbeck bezeichnete in seiner Predigt den Marienwallfahrtsort Eggerode zu „Unserer Lieben Frau vom Himmelreich“ als einen „Pilgerort des Lebens, der sich von innen her erschließt“. Dabei würden sich drei Perspektiven ergeben. Die erste habe mit dem Anfang zu tun. Es sei die Geburt, die nicht von Schmerzen frei sei, aber danach sei die Freude groß. Dabei verwies er auf den Bildtopos der Pieta. Von diesem Bild ausgehend, stellte er die These auf, dass wir uns in einer Zeit befinden, in der das Christentum einen neuen Anfang nimmt. Dabei gelte es, nicht zurückzuschauen, sondern nach vorne, entsprechend, wenn man sich auf den Weg mache, wie es bei einer Wallfahrt geschehe.

Bei der Beschreibung des zweiten Aspektes verwies er auf das Bild der Pieta und erläuterte den Begriff der Wallfahrt. „An einem Wallfahrtsort können wir alle unser Schmerzen abladen, alles Schmerzhafte vor Gott bringen“, stellte er heraus, denn der Glaube habe seinen Ort in Jesus.

Damit leitete er zum dritten Aspekt über, zu Jesus, dem Gekrönten, der dem Menschen Hoffnung und Vertrauen gebe. „Gott vollendet, was wir begonnen haben. Kein Mensch kann sich sein Himmelreich selber machen“, bekräftigte der Bischof.

Nach dem Pontifikalamt, das der St. Brictius Chor aus Gemen, Schöppingen und Eggerode mitgestaltete und die Feuerwehrkapelle Schöppingen musikalisch begleitete, geleitete die Schützenbruderschaft St. Marien Eggerode die Gläubigen auf der großen Marien-Prozession durch das Dorf bis zur Gnadenkapelle, wo Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck zum Abschluss mit den Pilgern den „Engel des Herrn“ betete.

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