Wohngebiet Haus Holtwick: Nach endgültigem Ausbau soll noch einmal beraten werden
Gesamte Verkehrsführung im Blick

Holtwick. Durch welche Straßen fließt künftig wie viel Verkehr – eine Frage, die nicht zuletzt die Anlieger im Baugebiet Haus Holtwick bewegt. Der „Poller des Anstoßes“ ist aktuell die Absperrung, die den bereits ausgebauten Teil der Straße In de Kämp vom nächsten Bauabschnitt trennt. „Diese Trennung muss unbedingt bleiben“, sagt Guido Lembeck im Namen der Anlieger. „Denn für einen Durchfahrts- und Begegnungsverkehr ist es hier viel zu schmal.“ Für eine endgültige Entscheidung hielt es der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss aber zu früh: Auf Antrag von Frederik Deitert (CDU) und Klaus-Peter Kreutzfeldt (SPD) soll nach dem Ausbau des gesamten Baugebietes noch einmal über die Verkehrsführung entschieden werden.

Donnerstag, 25.09.2014, 19:26 Uhr

Anlass für die Diskussion war der Antrag der In de Kämp-Nachbarn, den aktuellen Zustand mit den Pollern zu erhalten, die Straße endgültig zur Sackgasse zu machen und einen verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. „Die Straße ist teilweise weniger als vier Meter breit“, erklärte Guido Lembeck bei einem Ortstermin. „Parkplätze gibt es gar nicht.“ Es sei auch schon vorgekommen, dass Rettungsfahrzeuge angesichts abgestellter Pkw nicht durchgekommen seien. „Wenn das für den Durchgangsverkehr freigegeben wird, würde ein gefährliches Nadelöhr entstehen.“

In der anschließenden Bauausschusssitzung, in der sich Guido Lembeck nicht an der Diskussion beteiligte und den Ausschussvorsitz vorübergehend an Leo Hemker (CDU) weitergab, machte Bürgermeister Franz-Josef Niehues deutlich, dass der Weg in der Ursprungsplanung offen sei und die Poller lediglich aufgestellt worden seien, um den Baustellenverkehr abzuleiten. „Deshalb müssen die Poller auch wieder weg, wenn alles fertig ausgebaut ist“, erklärte Winfried Weber (Grüne). „Wir dürfen hier keinen Präzedenzfall schaffen, denn ähnliche Situationen haben wir an anderen Stellen in der Gemeinde auch.“ Tobias Espelkott (WIR) beantragte, die Poller für die noch laufende Bebauung in Haus Holtwick zu belassen, für die Zeit danach aber keine feste Zusage zu geben. „Wann der Endausbau im gesamten Gebiet angepackt werden kann, wissen wir nicht“, erläuterte der Bürgermeister. Er gehe aber nach der derzeitigen Nachfrage davon aus, dass in etwa drei Jahren das Gebiet zu 80 Prozent bebaut sei: „Dann könnten wir loslegen.“

Letztlich sprach sich der Ausschuss bei fünf Ja-Stimmen der CDU und SPD, zwei Nein-Stimmen der WIR und einer Enthaltung Winfried Webers dafür aus, nach der kompletten Fertigstellung des Gebietes noch einmal über die Verkehrsführung zu beraten. „Zumal im ursprünglichen Bebauungsplan die Straße In de Kämp deutlich kürzer vorgesehen war“, gab Frederik Deitert zu bedenken. Vorerst bleiben die Poller stehen – wenn auch 50 Meter nach hinten versetzt, um den Ausbau der Straße Im Kreuzkamp angehen zu können.

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