Caroline Vorst nach Freiwilligenjahr in Ghana zurück / Mit Schülern gearbeitet
Neugierig auf weitere Kulturen

Holtwick. Genau ein Jahr lang hat Caroline Vorst in Ghana gelebt und gearbeitet – jetzt ist die 20-Jährige nach Holtwick zurückgekehrt und hat im Gepäck jede Menge Eindrücke und Erfahrungen mitgebracht. „Ich habe mich schon wieder gut eingelebt“, schildert sie. „Ich könnte mir vorstellen nochmal nach Ghana zu fahren, aber nicht für längere Zeit.“ Sie möchte noch weitere Länder und Kulturen kennenlernen – eine gewisse Neugierde treibt sie an.

Samstag, 27.09.2014, 13:10 Uhr

Während des einjährigen Freiwilligendienstes hat sie viel erlebt. „Man merkte schon, dass man Gast war und anders ist“, bilanziert sie. Die Verständigung habe ohne Probleme mit der offiziellen Amtssprache Englisch geklappt. „Die Ghanaer untereinander sprechen allerdings ihre Muttersprachen, von denen es im ganzen Land rund 60 verschiedene gibt. Je nachdem, wo man ist.“ Die meist verbreitete Sprache sei Twi oder Ewe. Die sogenannten Trotros seien dort die gängigen Verkehrsmittel – preiswerte Transportmittel, die ohne feste Fahrpläne Personen und kleinere Frachten transportieren können.

Das Essen schmeckte ihr am Anfang zu scharf. „Jetzt finde ich das klasse, nur die Zutaten sind hier schlecht zu bekommen.“ Die deutsche Küche sei nicht damit vergleichbar. Insgesamt habe sie sich in Ghana zuhause gefühlt. „Morgens um 8.15 Uhr ging es los mit dem Förderunterricht in Mathe und Englisch für schwache Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren, entsprechend des siebten und achten Jahrgangs“, erzählt Caroline Vorst. Nachmittags gab es Unterricht für den neunten Jahrgang für leistungsstärkere Schüler. „Danach haben wir Hausbesuche gemacht, um mit den Eltern oder den Erziehungsberechtigten über die Leistungen ihrer Kinder zu sprechen.“ Immer sei ein Sozialpädagoge dabei gewesen, erklärt sie.

Alle Eindrücke beziehen sich aber nur auf ihr direktes Umfeld, darauf weist die 20-Jährige ausdrücklich hin: „Ich kann nur über einen kleinen Teil Ghanas sprechen, niemals über Afrika, das geht nicht.“ Ghana gehört zur ehemaligen britischen Kolonie, ist etwa so groß wie Deutschland, liegt in Westafrika und gehört zu den zehn am weitesten entwickelten Ländern Afrikas.

Für Caroline Vorst geht es im Oktober mit dem Studiengang Deutsch-Französische Studien in Regensburg weiter. Durch ihr Auslandsjahr in Ghana habe sie sich weiterentwickelt, mehr Selbstsicherheit und Offenheit gewonnen. 7 Infos: http://www.bistum-muenster.de/index.php?cat; Bewerbungsschluss für das nächste Jahr ist der 15.Oktober. Wer Kontakt aufnehmen möchte und Fragen hat, kann sich bei Caroline Vorst melden: caro.vorst@web.de. Das Bistum hat Projekte in sieben verschiedenen Ländern in Afrika und Lateinamerika, für die man sich bewerben kann, nicht nur Ghana. 7 Spendenkonto des Bistums Münster, Kontoempfänger: Bistumskasse Münster, Kontonummer 2000 100, Bankleitzahl 400 602 65, Darlehnskasse Münster eG (DKM), Verwendungszweck: 2211.02.42261.

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