Erfrischend dargebotener Melodienstrauß erfreut Publikum an drei Abenden / Besondere Atmosphäre
Liederreigen berührt Seelen

Rosendahl. Melodien bewegen Herzen, das beweisen seit 15 Jahren die Rosendahler Liederabende. Ihre ganz besondere Atmosphäre aus Musik, elegantem Ambiente und delikatem Menü, genossen bei einem Gläschen Wein und im Schein brennender Kerzen, nimmt immer wieder gefangen.

Sonntag, 22.02.2015, 21:10 Uhr

Die Begrüßung bei ihrer bereits zehnten Präsentation im Rahmen der Kulturkarte übernimmt – sehr charmant, trotz eingestandener großer Nervosität – zum ersten Mal Melanie Hinske-Mehlich als neue Kulturbeauftragte. An gleich drei gut besuchten Abenden lädt sie die Gäste ein, im festlich geschmückten Rathaussaal Musik und Menü zu genießen. „In mir erklingt ein Lied“, so ist das Programm überschrieben und mit diesem fröhlichen Lied begrüßen Nicole Tamburro, Barbara Arneke, Michael Senzig und Michael Nonhoff, klangvoll am Klavier begleitet von Heike und Rolf Janßen-Müller, ihr Publikum. Eine frohe Überraschung lüftet Arneke, die schmunzelnd berichtet, die Sopranistin sei etwas unkeusch gewesen. Und so nimmt an diesem Liederabend ein winzig kleiner Gast in Nicole Tamburros sanft gerundetem Bäuchlein teil – Glückwunsch! „Unsere musikalischen Empfehlungen aus Klang und Text sollen auch Ihre Seelen berühren“, wünscht Arneke den Zuhörern. Wie immer gelingt dies den Künstlern, die wie gute alte Freunde freudig begrüßt werden, mit einem eigens für Rosendahl zusammengestellten Reigen abwechslungsreicher Lieder.

Den Anfang machen die Kunstlieder, mit denen die Sänger sich einzeln vorstellen. Gefühlvoll schlicht interpretieren Nonhoff und Arneke getragene Liebeslieder. Senzig begibt sich mit Franz Schubert auf eine Winterreise und Tamburro besingt mit strahlendem Sopran im „Gruß“ den aufkeimenden Frühling. In Zwischengängen erfreut das Ehepaar Janßen-Müller mit brillantem vierhändigem Klavierspiel.

Bereits im Opernblock beweisen die Sänger mit begeisternder Spielfreude ihre darstellerischen Fähigkeiten. Köstlich Tamburro, die wie ein schwärmerisch verliebtes Kätzchen den Schmuck des Verehrers bewundert. Senzig lockert das Programm mit kleinen Anekdoten auf, vergleicht etwa humorvoll Hund und Frau bezüglich Pflege oder Treue.

Nach der Pause, in der sich das Publikum an den Köstlichkeiten des Büffets labt, geht es dann in den musikalisch leichteren Bereich. Herrlich Senzig als Wandersmann, in grellem Hemd und Knickerbockern. Charmant Tamburro, die als bezaubernde Nachtigall das „Zauberlied der Nacht“ zwitschert. Köstlich Arneke als gestrenge Klavierlehrerin oder Nonhoff, der sich, um Mitleid beim schönen Geschlecht buhlend, in der Liebe nur als Piccolo outet.

Bezaubernde Liebesduette, pfiffig interpretierte „Ohrwürmer“ wie „Eine kleine Nachtmusik“, eine Hommage an Udo Jürgens (Senzig mit „Was wichtig ist“), alles garniert mit Ausflügen ins Publikum – der erfrischend dargebotene bunte Strauß von Melodien erfreut, wie auch in den vergangenen Jahren, die begeistert applaudierenden Zuschauer. Und ein wunderschöner Abend klingt schließlich mit dem sanften „Abendrot leuchtet“ leise aus. Bis zum Wiedersehen, bis nächstes Jahr!

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