Initiativantrag der CDU einstimmig angenommen / Franz-Josef Niehues will die Bürgermeister einbinden
Rat sendet klares Signal gegen Fracking

Rosendahl (fw). Mit Nachdruck hat sich der Gemeinderat gegen das hydraulische Fracking zur Gasgewinnung ausgesprochen. Dabei folgten die Ratsmitglieder einstimmig einem Initiativantrag der CDU-Fraktion. „Rosendahl ist durch seine Nähe zum potenziellen Aufsuchungsort Nordwalde primär und sekundär gefährdet“, machte CDU-Fraktionschef Ralf Steindorf deutlich. Das gelte für die eigentlichen Frackingbohrungen ebenso wie für die Verpressung des hochtoxischen Frackfluids. Obwohl sich der Rat bereits im Juli 2011 einstimmig gegen das Fracking ausgesprochen habe und im Juli 2013 auch einer Resolution gegen das hydraulische Fracking beigetreten sei, bestehe akuter Handlungsbedarf. „Es ist davon auszugehen, dass die Betreiberkonzerne nach der Kommunalwahl die Genehmigungen zum Fracking gerichtlich einklagen werden“, so Steindorf. „Da das Bundesbergrecht bisher nicht geändert wurde, haben die Kläger gute Aussicht auf Erfolg.“ Die Bezirksregierung Arnsberg habe bereits eine Genehmigung für Aufsuchungs- und Erkundungsbohrungen für Fracking an Exxon Mobile erteilt. Beim Fracking wird ein Gemisch mit chemischen Zusätzen in die Gesteinsschicht gepresst, um diese aufzubrechen und eine Gasförderung möglich zu machen.

Freitag, 04.04.2014, 16:12 Uhr

Bürgermeister Franz-Josef Niehues kündigte gestern an, im Auftrag des Gemeinderates auch auf die Kooperation mit anderen Kommunen zu setzen. „Ich werde das Thema am Montag im Rahmen der Bürgermeister-Konferenz aufgreifen“, betonte Niehues. „Es ist wichtig, die Ablehnung des Frackings auf eine breite Basis zu stellen.“

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