Große Resonanz auf die Sammelaktion alter und ausländischer Währungen / Wert wird ermittelt
Bürgerstiftung legt satte 45 Kilo zu

Rosendahl. Karl-Heinz Thier hatte im wahrsten Sinne alle Hände voll zu tun. „Oh, ist die schwer“, staunte der Regionaldirektor der Sparkasse Westmünsterland, als er die Kugel stemmte. Exakt 26 Kilogramm, wie die eigens mitgebrachte Waage anzeigte. Und das war nicht alles: Mit den Aktiven der Bürgerstiftung Rosendahl freuten sich Thier und Dirk Spanderen (Vorstand Volksbank Baumberge) über insgesamt 45 Kilo alte und ausländische Münzen und Scheine – eine stolze Summe, die der Bürgerstiftung noch mehr Gewicht verleiht.

Samstag, 05.04.2014, 15:12 Uhr

Viele Gulden hatte Dirk Spanderen ausfindig gemacht, irisches Geld oder Namibia-Dollar. „Bei den meisten Währungen müssen aber selbst wir passen“, zuckte er mit den Schultern. „Aber wichtig ist ja, dass die Aktion überhaupt so gut angenommen wurde, denn so können wir die Bürgerstiftung weiter mit Leben füllen.“

Auf Initiative der Sparkasse Westmünsterland waren seit Anfang Dezember im Rathaus, in den Rosendahler Geldinstituten und zahlreichen Geschäften Sammelboxen für alte oder ausländischen Währungen aufgestellt, die noch in den Haushalten schlummerten. Dieser Idee schloss sich die Volksbank Baumberge gerne an – und gemeinsam hoffen sie, dass mindestens weitere 3000 Euro für das Stiftungskapital zusammenkommen. Denn das Ergebnis des gesammelten Geldes verdoppeln die Sparkasse und die Volksbank jeweils bis zu einem Betrag von 1000 Euro.

Das Gewicht steht fest, bis aber auch der Wert ermittelt ist, wird es drei bis vier Wochen dauern. „Ein Spezialinstitut aus Aachen holt das Geld ab und sortiert es“, erläuterte Thier. Was bei den einzelnen Zentralbanken der Länder noch abgegeben werden könne, werde getauscht. „Der Rest wird eingeschmolzen“, so der Regionaldirektor. „Aber auch der Materialwert bringt Einnahmen.“ Eine Prognose ist schwierig, ein Anhaltspunkt könnte aber die Sammelaktion sein, die bereits in Billerbeck durchgeführt worden war. „Da sind aus zwölf Kilo 300 Euro herausgekommen“, erzählte Karl-Heinz Thier. „Wir sind also optimistisch, dass wir hier mit den 45 Kilo die 1000-Euro-Marke knacken.“

Übrigens: Die Kugel traditionell mit dem Hammer zu „erledigen“, war diesmal nicht möglich. „Sie wird noch benötigt“, verwies Dorothea Roters vom Stiftungsvorstand auf die Währungsausstellung, die ab dem 1. Mai bis zum Herbst im Bahnhof Darfeld zu sehen ist. Dort soll weiter für die gute Sache gesammelt werden, ebenso in den Volksbanken und Sparkassen in den Ortsteilen. Über die ersten Projekte, die von der Bürgerstiftung unterstützt werden können, soll in Kürze beraten werden.

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