166 Osterwicker Grundschüler wandeln zwei Tage lang auf den Spuren der Forscher
Gummibär bleibt unter Wasser trocken

Osterwick. Warum Käpt‘n Gummibär in seinem Teelicht-Schiff trocken bleibt, wenn man ihm ein Glas über den Kopf stülpt und dann unter Wasser drückt oder warum man einen Luftballon in einer Flasche nicht aufblasen kann – solche und andere Dinge erforschen und lernen gerade die Mädchen und Jungen an der Sebastiangrundschule in Osterwick. Dort stehen nämlich die ersten beiden Forschertage auf dem Stundenplan. Lesen, Schreiben und Rechnen wird gestrichen, die Kinder lernen stattdessen das Taucherglocken-Prinzip kennen (Gummibärchen) oder warum die Kerze Luft zum Brennen braucht.

Dienstag, 08.04.2014, 18:27 Uhr

„Wir haben die Klassenverbände aufgelöst und Gruppen mit 16 Kindern aus den Klassen eins und drei und zwei und vier (Paten) gebildet“, erklärt Schulleiter Thomas Middelberg, der die ersten „Forschertage“ an der Schule überhaupt initiiert hat. Klassenübergreifend werden die vier Forschungs- oder Experimentierbereiche „Schwimmen und Sinken“, „Kerze, Flamme, Verbrennung“, „Luft“ und „Luftdruck“ beackert. Die Unterrichtsmaterialien gibt es in so genannten „Kisten“, die sich die Schule – weil sie nur eine ihr eigen nennt – gegen eine geringe Leihgebühr beim Sach- und Unterrichtsinstitut in Münster ausgeliehen hat. Jeder Pädagoge hat sich auf ein Sachgebiet vorbereitet und arbeitet es mit allen Gruppen an diesen beiden Tagen durch.

„Verstehen durch Begreifen“ lautet die Parole, erklärt Thomas Middelberg. Vielen Kindern, die in Mathe oder Deutsch sonst eher am Ende der Schlange stehen, kommt diese Art des Unterrichts sehr entgegen. Sie „blühen“ geradezu auf, wenn es hier um das Verstehen geht.

Erklärtes Ziel ist es, dass jedes Kind einmal in seiner Karriere an der Grundschule in Osterwick einmal eine Projektwoche oder einmal solche Forschungstage mitmachen kann, erklärt der Schulleiter. Dadurch dass sich die Schule einen Sachunterrichtsraum hergerichtet hat, können Versuchsanordnungen werden aufgebaut und stehen bleiben. „Wir wollen uns daher pro Halbjahr oder Jahr ein Thema aussuchen, was wir dann in Ruhe in der jetzt erlernten Art und Weise erarbeiten können“, so Middelberg,

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