Ausstellung über „Quellen in den Baumbergen“ liefert ab 26. April im Haus der Wissenschaft Erkenntnisse
Volle Schüssel speist die Vechte

Darfeld. Wenn die Schüssel voll ist, läuft sie über. Nicht überall, aber an bestimmten Punkten. „Das sind die Quellen der Baumberge“, erzählt Alfred Eimers. Die entspringen allesamt auf einem gleich hohen Niveau von knapp über 100 Metern – und das ist nur eine der spannenden Erkenntnisse, von denen die neue Ausstellung im „Haus der Wissenschaft“ im Generationenpark Darfeld zahlreiche liefern wird. Ab dem 26. April bieten der Heimatverein und Ideen für Darfeld in Zusammenarbeit mit der Expedition Münsterland der Uni Münster den ganzen Sommer über Wissenswertes über den Ursprung der Gewässer in den Baumbergen.

Samstag, 12.04.2014, 14:44 Uhr

Und das längst nicht nur theoretisch. „Die Besucher können das Wasser auch selbst fließen lassen“, lächelt Eimers. Der Restaurator aus Höpingen hat mit Unterstützung einer Praktikantin ein Stryropor-Modell der Baumberge erstellt. „Exakt nach der Höhenkarte, allerdings vierfach überhöht, damit der Weg des Wassers besser zu erkennen ist“, erklärt er. Das Modell kann von allen Interessenten mit Wasser befüllt werden – so soll deutlich werden, wie Vechte, Berkel, Stever oder Münstersche Aa mit Wasser gespeist werden.

Mit „Die Schüssel ist voll“ bezieht die zweite Ausstellung das noch junge „Haus der Wissenschaft“. Das, freut sich Alfred Eimers, sei bereits die vierte Veranstaltung, die gemeinsam mit der Expedition Münsterland und Dr. Wilhelm Bauhus, dem Leiter der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, auf die Beine gestellt wird. Die V 2-Raketen und das ehemalige Kloster Klein-Burlo waren bereits Thema, hinzu kam über den vergangenen Sommer die Asphalt-Ausstellung. „Die hat 5000 bis 6000 Besucher angelockt“, verweist Eimers auf die perfekte Lage direkt an der RadBahn und im Generationenpark. „Hier gibt es keine Hemmschwelle für eine wissenschaftliche Ausstellung.“ Und für die Uni, hier speziell für das Institut für Geologie und Paläontologie, sei es eine willkommene Gelegenheit, die Wissenschaft in die Region zu bringen.

Seit 2007 beschäftigt sich das Quellenprojekt der Uni mit den Baumbergen. Viele Erkenntnisse wie die der Schüssel mit dem gleich hohen Rand werden erläutert – aber die Besucher bekommen auch Emotionen geboten. Mit Unterstützung der Firma Wolbeck wird im Dachgeschoss unter einer blauen Folie als „Wasseroberfläche“ und mit Sitzgelegenheiten eine Hörquelle mit einem Mediaplayer eingerichtet. „Dort werden über verschiedene Knöpfe Gedichte und Kompositionen rund um das Thema Quellen zu hören sein“, kündigt Alfred Eimers an. Auch ein Mikroskop wird an einem Arbeitstisch zur Verfügung stehen, um Substrate einer Quelle genau unter die Lupe nehmen zu können. Problemlos möglich sei vom Generationenpark aus auch ein Abstecher zur nahe liegenden Vechtequelle, merkt Eimers an – eine der Stellen, an der die volle Baumberge-Schüssel überläuft.

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