Ausstellung über Quellen in den Baumbergen wird am Samstag im Haus der Wissenschaft in Darfeld eröffnet
Den Weg des Wassers kennen lernen

Darfeld. In der Region der Baumberge treten zahlreiche Quellen auf, die die lokalen Gewässer wie Münstersche Aa, Vechte und Berkel speisen. Aber warum? Dieser und vielen weiteren Fragen geht die Ausstellung „Die Schüssel ist voll – Quellen in den Baumbergen“ im Haus der Wissenschaft im Generationenpark am Bahnhof Darfeld nach. Am Samstag (26. 4.) eröffnen der Heimatverein und „Ideen für Darfeld“ die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Expedition Münsterland der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster entstanden ist.

Mittwoch, 23.04.2014, 17:26 Uhr

Alfred Eimers von „Ideen für Darfeld“ und Restaurator aus Höpingen hat mit Unterstützung einer Praktikantin ein Stryropor-Modell der Baumberge erstellt. „Exakt nach der Höhenkarte, allerdings vierfach überhöht, damit der Weg des Wassers besser zu erkennen ist“, erklärt er. Das Modell können alle Interessenten mit Wasser befüllen – so soll deutlich werden, wie Vechte, Berkel, Stever oder Münstersche Aa mit Wasser gespeist werden.

Die Ausstellung „Die Schüssel ist voll“ ist nach der Asphalt-Ausstellung „Dallas? Darfeld!“ die zweite Ausstellung im „Haus der Wissenschaft“ und die vierte Veranstaltung gemeinsam mit der Expedition Münsterland und Dr. Wilhelm Bauhus, dem Leiter der Arbeitsstelle Forschungstransfer der WWU Münster.

Das Quellenprojekt der WWU untersucht seit 2007 mehr als 80 Quellaustritte und beschreibt Flora und Fauna vor Ort. „Aber auch kulturhistorisch spielen die Quellen der Baumberge eine sehr wichtige Rolle“, wie Dr. Patricia Göbel vom Institut für Geologie und Paläontologie erläutert.

Die Besucher bekommen auch Emotionen geboten. Mit Unterstützung der Firma Wolbeck wird im Dachgeschoss unter einer blauen Folie als „Wasseroberfläche“ und mit Sitzgelegenheiten eine Hörquelle mit einem Mediaplayer eingerichtet. „Dort sind über verschiedene Knöpfe Gedichte und Kompositionen rund ums Thema Quellen zu hören“, so Alfred Eimers. Auch ein Mikroskop wird an einem Arbeitstisch zur Verfügung stehen, um Substrate einer Quelle genau unter die Lupe nehmen zu können. Die Hörquelle wird als Hörstation auch in der nächsten Ausstellung über das Kloster Klein-Burlo eine wichtige Rolle spielen, wie Alfred Eimers bereits jetzt ankündigt.

Zu sehen ist die Ausstellung bis Ende September im „Haus der Wissenschaft“ zu den regulären Öffnungszeiten des benachbarten Bahnhofscafés: freitags, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr und feiertags von 11 bis 18 Uhr.

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