Installation für ehemaligen Friedhof am Droste-Hülshoff-Weg in Osterwick aus hundert Jahre altem Material
Kreuz aus alten Eichenbalken

Osterwick. Bald wird ein Holzkreuz wieder an den alten, im Jahre 1905 stillgelegten Friedhof am Droste-Hülshoff-Weg in Osterwick erinnern. Die Initiative „Osterwick Miteinander“ hatte eine solche Installation angeregt, um an die ehemalige Bestimmung der Grünfläche im Dorf zu erinnern.

Donnerstag, 24.04.2014, 17:50 Uhr

In der Werkstatt von Josef Hidding entsteht das drei Meter hohe Holzkreuz. Das Besondere daran: Als Material verwendet Josef Hidding hundert Jahre alte Eichenbalken. „Diese sind noch tadellos erhalten; da ist kein Wurm hereingekommen“, freut sich Josef Hidding, der die Balken sorgfältig bearbeitet. Diese hat Bernhard Honermann zur Verfügung gestellt.

Die 15 bis 20 Zentimeter dicken Vierkant-Balken waren einmal Bestandteil des ehemaligen Wohnhauses der Familie auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in der Bauerschaft Horst. Es handelt sich dabei um das Elternhaus von Elisabeth Honermann geb. Böwing, der Ehefrau von Bernhard Honermann.

„Für einen guten Zweck geben wir die Eichenbalken gerne her“, teilt Bernhard Honermann mit. Den Beton für das Fundament für das Kreuz stiftet Beton Potthoff. Wenn Familie Honermann das Kreuz demnächst auf dem Friedhof betrachtet, wird sie an das alte Anwesen auf der Horst erinnert. Osterwicker Neubürger werden durch das Kreuz vielleicht zum ersten Mal erfahren, dass das Areal einmal als Friedhof genutzt wurde.

Aus einer gefällten Eiche im Dorfpark erstellt Markus Hullermann eine Sitzbank, die demnächst auch – wie das Kreuz – einen Platz auf dem alten katholischen Friedhof erhält, wie Clara Everding von „Osterwick Miteinander“ mitteilt.

Die Initiative lädt am Montag (28.4.) um 19 Uhr zu einem Ortstermin auf dem alten Friedhof am Droste-Hülshoff-Weg ein. An dem Treffen nimmt auch Restaurator Alfred Eimers aus Darfeld (Ideen für Darfeld) teil, dessen fachlicher Rat gefragt ist.

Auf dem Friedhof finden sich neben den beiden Gräbern nämlich noch fünf Steinplatten, in die die Namen verstorbener Osterwicker Pfarrer eingraviert sind und die auf diese Weise an die Geistlichen erinnern. Es geht um die Aufbereitung dieser Platten.

Wann das Kreuz auf dem ehemaligen Friedhofsgelände aufgestellt und eingeweiht wird, steht noch nicht fest.

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