Europa- und Kommunalwahl am 25. Mai: Bis Dienstag schon über 200 Anträge auf Abstimmung per Brief
Die ersten Kreuze sind gemacht

Rosendahl. Über mangelnde Arbeit musste sich Christian Heidemann am Dienstag gewiss nicht beschweren. Vor dem Briefwahlbüro im Foyer des Rathauses gaben sich die Bürger die Klinke in die Hand. „Seit Freitag kann die Briefwahl beantragt werden“, erklärt Martin Stauvermann (Fachbereich Ordnende und soziale Leistungen), bei dem die Fäden für die Kommunal- und Europawahl am 25. Mai zusammenlaufen. „Über 200 Rosendahler haben das schon genutzt.“ Das Interesse ist groß, schon vorab die bis zu drei Stimmen abzugeben.

Dienstag, 06.05.2014, 16:29 Uhr

Bis zu drei Stimmen – genau das macht es kompliziert. „Wir haben teilweise verschiedene Wahlberechtigungen“, verweist Stauvermann auf Unterschiede zwischen den beiden Abstimmungen. So sind bei der Wahl für den Kreistag und den Gemeinderat alle Rosendahler Bürger ab 16 Jahren stimmberechtigt – bei der Europawahl allerdings erst ab 18 Jahren. Hier wiederum gibt es EU-Bürger ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die nur für die Europawahl abstimmen dürfen, sofern sie sich bis zum kommenden Freitag (9. 5.) in das Wählerverzeichnis haben eintragen lassen. „Dafür haben wir im Vorfeld 412 EU-Bürger angeschrieben, die ihren Wohnsitz in Rosendahl haben.“ Stand gestern waren für die Europawahl 8341 Rosendahler wahlberechtigt, für die Kommunalwahl mit Kreistags- und Gemeinderatswahl 9032 Bürger. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, auf den bereits zugeschickten Wahlbenachrichtigungen links oben zu kontrollieren, ob die Zulassung für die jeweilige Abstimmung auch korrekt sei. Personen, die vor dem 25. Mai noch ihren Wohnort wechseln, sollten sich rechtzeitig mit der Verwaltung in Verbindung setzen, um die Wahlberechtigung zu klären.

Damit Stimmabgabe und -auszählung am Sonntag (25. 5.) reibungslos funktionieren, hat Stauvermann 90 Wahlhelfer plus Erfassungskräfte gewinnen können. „Das funktioniert bei uns zum Glück noch gut“, freut er sich über das Engagement. Sicherlich seien viele Helfer dabei, die schon mehrfach bei Wahlen angepackt hätten – bewusst seien nach dem Zufallsprinzip aber auch Jung- und Erstwähler angesprochen worden. „Und auch von denen haben wir etliche Zusagen bekommen.“

Wie schon bei den vergangenen Wahlen geht Martin Stauvermann auch diesmal davon aus, dass es einen hohen Anteil an Briefwählern geben wird. „Viele wollen es vorher erledigt haben, andere sind am Wahltag verhindert“, verweist er unter anderem auf die Erstkommunion, die am 25. Mai in Osterwick gefeiert wird. Wichtig sei, die Briefwahl mit der Rückseite der Wahlbenachrichtigung möglichst frühzeitig zu beantragen. Möglich ist das bis Freitag (23. 5.) um 18 Uhr im Rathaus, das an diesem Tag eigens so lange geöffnet hat – allerdings nicht telefonisch. „Bei kurzfristiger Erkrankung kann die Briefwahl auch am Sonntag noch bis 15 Uhr beantragt werden“, erläutert Stauvermann. Während die Stimmzettel für die Europawahl bis 18 Uhr wieder im Rathaus eingetroffen sein müssen, ist bei der Kommunalwahl mit der Abstimmung per Brief schon um 16 Uhr Schluss. „Der Briefwahlausschuss wird die Zulassung hier vor Ort im Rathaus prüfen, anschließend werden die Briefwahlurnen in den jeweiligen Wahlbezirk gebracht“, so Martin Stauvermann. Dort werden sie gemeinsam mit allen weiteren abgegebenen Stimmen ab 18 Uhr ausgezählt.

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