Sekundarschule Legden Rosendahl geht Partnerschaft mit Firma Orbilan ein / Berufsorientierung fördern
Schule und Betrieb profitieren

Rosendahl (bak). Als einen „bedeutenden Tag“ bezeichnete Marco Schwietering, Geschäftsführer der Firma Orbilan in Rosendahl, die Unterzeichnung der Verträge zwischen der Sekundarschule Legden Rosendahl und der ortsansässigen Firma. Diese unterstützt die Schüler künftig bei der Berufsorientierung. Für Orbilan ist es die erste, für die Sekundarschule die vierte Kooperation in der IHK-Initiative.

Mittwoch, 07.05.2014, 19:08 Uhr

Das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ der IHK hat die Absicht, die Berufsorientierung in der Schule praxisnah zu gestalten und den Schülern den Weg von Schule in den Beruf zu ebnen. Ziel der Initiative ist es, den Schülern den Übergang in den Beruf zu erleichtern und Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Sozusagen den Schülern die Arbeitswelt so zu zeigen, wie sie ist – mit ihren Möglichkeiten und auch ihren Anforderungen“, erklärte IHK-Projektleiter Johannes Wunsch. „Wir glauben, dass die Berufsorientierung an den Schulen weiter durch die Initiative der IHK unterstützt werden kann.“ Viele Schüler hätten heute ungenaue Vorstellungen von Ausbildungsberufen und setzten darum vorschnell eine Schulkarriere fort, obwohl ihnen eine Berufsausbildung ausgezeichnete Aussichten biete. Die Vielzahl verschiedener Ausbildungsberufe sei nicht immer bekannt – rund 150 bis 160 unterschiedliche Ausbildungsberufe seien alleine im IHK-Bereich erfasst. „Viele Berufe, in denen wir ausbilden, sind nicht bekannt. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es schwer ist, Auszubildende zu bekommen“, erläuterte Elke Bass, Ansprechpartnerin bei Orbilan (Leitung Finanzen).

Schulleiter Axel Barkowsky freute sich über die Kooperation: „Wir werden als Schule sehr davon profitieren.“ Durch den direkten Draht zu den Unternehmen biete sich die Möglichkeit, verschiedene Berufszweige kennen zu lernen. „Wir achten auf eine möglichst große Bandbreite“, fügte er hinzu. Franz-Josef Thiry (Berufswahlkoordinator Sekundarschule) berichtete über die positiven Erfahrungen mit den bisherigen Partnern.

„Wir partizipieren auch immer davon“, betonte Geschäftsführer Marco Schwietering und bezeichnet die Koopertation als eine Win-win-Situation. „Um unser Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln, müssen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zugehen“, richtete er den Blick auch auf die sinkenden Schülerzahlen und plädierte für Transparenz.

Bei Betriebsbesichtigungen, im Praktikum, beim Girls & Boys-Day lernen die Jugendlichen die Arbeitsabläufe im Betrieb kennen. Führungskräfte und Auszubildende stellen die Ausbildungsberufe vor. Mit dem Projekt möchte die IHK die Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen“, so Johannes Wunsch (IHK Nord Westfalen). „Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, auch wenn das Zeugnis auf den ersten Blick etwas anderes sagt.“

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