Pfarrer em. Otto Banse geht mit besten Wünschen in den Ruhestand / Bunte Ballons und afrikanische Klänge
Voller Wärme und Herzlichkeit

Darfeld. Als Father Roger und Godfrey aus Uganda ein Dankeslied in ihrer Muttersprache anstimmten und die gesamte Gemeinde zum Mitmachen animierten, war sie weithin zu spüren – diese Wärme und Herzlichkeit, die Otto Banse in jeder Sekunde dieser Feierlichkeiten umgab. Die vielen Menschen, die vielen Hände, die er schütteln durfte, die vielen Sätze des Dankes. „Das ist überwältigend“, rang der Pfarrer em. bei seiner offiziellen Verabschiedung um Fassung. „Ich muss diese schönen Worte erst verkraften.“

Sonntag, 11.05.2014, 14:12 Uhr

Zahlreiche Darfelder, Gäste und Mitbrüder waren am Samstag gekommen, um sich nach 30 Jahren bei „ihrem“ Pastor zu bedanken. 30 Jahre, in denen Banse immer ein offenes Ohr bewiesen und das Wort Gottes mit großer Hingabe vermittelt habe, betonte Ulrich Wessendorf für den Pfarrgemeinderat. „791 Kinder haben sie getauft, 212 Paare getraut, aber auch viele Beerdigungen vornehmen müssen“, listete er auf. „Und sie haben immer die richtigen Worte gefunden.“ Wessendorf drückte im Namen aller Darfelder den Wunsch aus, dass Banse ihnen lange als Seelsorger erhalten bleibe.

Nachdem er jahrzehntelang an sieben Tagen in der Woche für die Menschen da gewesen sei, habe es sich Otto Banse verdient, nun etwas kürzer zu treten, merkte Bürgermeister Franz-Josef Niehues an. Typisch für ihn sei der Fingerzeig nach oben mit den Hinweis, alles Gute komme von Gott: „Aber für uns war es eine große Gnade, sie 30 Jahre bei uns gehabt zu haben.“ Während Kreisdechant Johannes Arntz die typischen Eigenschaften eines Eichsfelders – „fleißig, bodenständig und fromm“ – lobte, denen Banse sein Leben lang treu geblieben sei, überbrachte Prof. Dr. Emmanuel außergewöhnliche Grüße: Er war erst am Morgen aus Rom zurückkehrt und übermittelte den besonderen apostolischen Segen von Papst Franziskus. „Otto ist vom lieben Gott genau geschnitten für diese Pfarre in Darfeld“, lächelte Emmanuel.

Eine Verabschiedung wäre undenkbar gewesen ohne die vielen Kinder und Jugendlichen, die der Pfarrer em. immer so gerne in den Mittelpunkt gerückt hat. Folglich erinnerte Lennart Potthoff für die rund 80 Darfelder Messdiener an viel Geduld in den Ferienlagern bis spät in die Nacht und einen in der Wasserrutsche stecken gebliebenen Pastor – der nun mehr Zeit habe, Reisen zu unternehmen. Deshalb packten sie den Koffer „Pastor on tour“ – natürlich streng nach Banses Liste. Und gestern bereiteten die Kinder ihrem Pfarrer ein farbenfrohes und fröhliches Fest. Als 150 bunte Luftballons in den Himmel stiegen, war Otto Banse nur noch von Freude erfüllt: „Das ist alles so schön, weil ich ja in Darfeld bleibe – es ist kein Abschied!“

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