Tilman Schotte schreibt Facharbeit über den Ursprung der deutsch-französischen Beziehung
Die Wurzeln der Freundschaft

Rosendahl. Mit der deutsch-französischen Freundschaft ist er aufgewachsen. Tilman Schotte ist präsent, wo die Wurzeln der engen Verbindung zwischen Rosendahl und Entrammes liegen – aber ist das tatsächlich allen Altersgruppen bewusst? „Es gibt einige Unterschiede“, sagt der 16-jährige Darfelder. „Vielen jungen Leuten ist Ursprung mit den Mönchen bekannt, nicht aber, wann und warum die Partnerschaft begründet wurde.“ Das Thema hat er in den Mittelpunkt einer Französisch-Facharbeit gestellt, und die Ergebnisse wird er im Rahmen des Partnerschaftstreffens vorstellen, das vom 29. Mai bis zum 1. Juni in Rosendahl stattfindet.

Samstag, 17.05.2014, 14:00 Uhr

Ein Glücksfall für Monika Klein und Stefanie Epmann vom Vorstand des Partnerschaftsvereins. „Es ist toll, dass wir den politischen Aspekt beim Kaffeetrinken am ersten Tag mit eigenen Leuten gestalten können“, freut sich Monika Klein darauf, neben der Vorsitzenden des Stadtrats aus dem polnischen Reszel, Beata Subocz, auch Tilman Schotte als Redner begrüßen zu können. Der Heriburg-Schüler wird dann die Ergebnisse seiner Befragungen vorstellen. „Und das ist sicherlich spannend für alle Beteiligten“, sagt die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins.

Schon zum Jahreswechsel hat Tilman Schotte Fragebögen erarbeitet, die er Aktiven auf französischer und deutscher Seite zugeschickt hat. „Ich wollte festhalten, wie sich die Freundschaft im Laufe der Generationen entwickelt hat und inwieweit der Anlass in den verschiedenen Altersgruppen präsent ist“, erklärt er. Herausgekommen ist, dass die Befragten über 55 Jahren am umfangreichsten informiert sind – „weil sie teilweise schon bei der Gründung im Jahr 1970 selbst dabei waren.“ In den Altersstufen 25 bis 45 Jahre und besonders darunter sei meist nur noch der Zusammenhang mit den französischen Mönchen bekannt, die vor 200 Jahren in Burlo bei Darfeld gelebt hätten. „Der Hintergrund des Elysee-Vertrages und das Gründungsjahr der Partnerschaft waren weniger präsent“, hat der 16-Jährige bei der Auswertung der über 100 Bögen herausgefunden. „Gerade für die Jüngeren stehen Freundschaften und Abenteuer im Mittelpunkt.“

Umso wichtiger sei es, auch den nachfolgenden Generationen die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft zu vermitteln. „Oft wachsen die Jugendlichen in diese Begegnungen herein, weil ihre Eltern beteiligt sind“, erklärt Tilman Schotte. Sinnvoll sei es, noch mehr Programmpunkte für Jugendliche zu schaffen, damit mehr junge Leute sich aus eigenem Antrieb für die Partnerschaft interessieren. Die wichtigste Erkenntnis rückt er gerne in den Vordergrund: „Alle waren sich einig, dass sie neue Freundschaften geschlossen haben und der Kontakt zwischen den Familien oft schon über Generationen hält.“ Genau daran wollen sie wieder arbeiten, wenn die Freunde aus Entrammes, Parné-sur-Roc und Forcé Ende Mai in Rosendahl zu Gast sind.

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