Sternsinger bringen Segen von Haus zu Haus und erbitten Spenden für Kinder in Not
Könige sammeln rund 21 900 Euro

Rosendahl. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 21 874,75 Euro haben die Rosendahler Sternsinger bei ihrer Aktion zusammengetragen. Davon entfallen 6101,16 Euro auf die Darfelder, 6977,50 Euro auf die Osterwicker, 7378,01 Euro auf die Holtwicker und 1418,08 Euro auf die Hövener Spendensammlung. Profitieren soll von dem gesammelten Geld auch in diesem Jahr das Hilfsprojekt des verstorbenen Pater Emmanuel im ugandischen Kitana. Und nicht nur das: Von den zahlreichen Süßigkeiten, die die Kinder bei ihrem Rundgang durch die Ortsteile sammelten, gaben sie einen Teil ab, der ebenfalls bedürftigen Kindern zugute kommen wird.

Montag, 06.01.2020, 08:12 Uhr
Sternsinger bringen Segen von Haus zu Haus und erbitten Spenden für Kinder in Not: Könige sammeln rund 21 900 Euro
Rund um die Holtwicker Kirche waren Linus, Leon, Simon und Felix unterwegs. Insgesamt beteiligten sich hunderte Kinder und Jugendliche in allen Ortsteilen an der Sternsinger-Aktion. Foto: Tom-David Rademacher

Pastor Dirk Holtmann begrüßte die Osterwicker Sternsinger in der Aussendungsfeier mit dem Lied „Stern über Bethlehem“. „Sternsinger sind Segensbringer, und dafür möchte ich euch danken und ebenso allen Helfern, die an der Aktion mitwirken“, so Holtmann.

Zur Erinnerung erzählte Holtmann außerdem die Geschichte der Sterndeuter, die von König Herodes beauftragt wurden, das Jesuskind zu finden und ihm vom Fundort zu berichten. Einer Eingebung folgend, nach der Herodes Jesus töten wollte, kehrten die Sterndeuter, nachdem sie das Kind gefunden hatten, nicht mehr zum König zurück.

Gemeinsam sangen die Sternsinger die Lieder „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ und „O du fröhliche“, bevor sie die gesegneten Kreiden und Segensaufkleber erhielten und mit ihren Sternen, bunten Gewändern und Kronen loszogen. „Der Segen, den ihr den Häusern bringt, gehe über auf die Menschen und öffne ihr Herz für die Not in der Welt“, sprach Holtmann zu den Sternsingern.

Rund um die Holtwicker Kirche waren in diesem Jahr Linus (12), Leon (13), Simon (10) und Felix (10) unterwegs. Ausgerüstet mit Kasse, Aufklebern und der Kreidebox – selbstverständlich auch mit heißem Tee und Kakao gegen die Kälte – zogen die vier mit dem Bollerwagen durch den Dorfkern: „Das Lied kennen wir schon in- und auswendig, weil wir zum dritten Mal mitmachen“, erzählte Simon, der den Stern trug.

„Die Gewänder gab es im Pfarrheim beim ersten Treffen, aber wir haben unsere noch vom letzten Mal“, sagte Felix, der als Caspar im Gesicht rabenschwarz angemalt worden war. „Das ist Militärfarbe, die spürt man gar nicht im Gesicht.“

Die Segensformel „20*C+M+B+20“ steht für „Christus mansionem benedicat“, also „Christus, segne dieses Haus“ und die aktuelle Jahreszahl – das wusste Leon aus dem Effeff, als Pastor Hans Schmeinck beim Besuch der vier Sternsinger die kleinen Könige noch einmal abfragte.

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