Neujahrsempfang der Gemeinde und Verleihung des Ehrenamtspreises
„Man muss sich einfach ein Ziel setzen“

Rosendahl. Sich der „teilweise herrschenden Ich-Gesellschaft“ entschieden entgegensetzen – das tun zahlreiche Rosendahler mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz. „Deswegen ist der Ehrenamtspreis umso wichtiger“, betont Arkin Eryilmaz, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle in Osterwick. Er hat am Mittwochabend die Ehre, den Ehrenamtspreis, den die Sparkasse in jedem Jahr auslobt, zu überreichen

Freitag, 10.01.2020, 11:13 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 11:15 Uhr
Neujahrsempfang der Gemeinde und Verleihung des Ehrenamtspreises: „Man muss sich einfach ein Ziel setzen“
Arkin Eryilmaz (vorne rechts) überreichte den Ehrenamtspreis der Sparkasse Westmünsterland an den Partnerschaftsverein Rosendahl – Entrammes/Forcé/Parné sur Roc. Freudig entgegengenommen wurde der Preis von (hintere Reihe, von rechts) Susanne Schräder, Dieter Nabel, Sabine Schreijer, Andrea Benning, Vorsitzende Monika Klein (vorne, 2. von rechts) und Maria Mussinghoff (vorne, 3. von rechts). Auch Bürgermeister Christoph Gottheil (links) gratulierte. Foto: Leon Seyock

Mit Spannung verfolgen die Besucher des Neujahrsempfangs der Gemeinde, in dessen Rahmen die Übergabe des Preises stattfindet, die Verkündung des Gewinners. „Der Partnerschaftsverein bringt sich in vielfältiger Weise in das Gemeindeleben ein“, führt Eryilmaz seine Rede weiter aus. „Besonders engagiert haben sich die Mitglieder vor der Europawahl. Sie haben tolle Ideen eingebracht.“ Mit breitem Lächeln im Gesicht betritt der Vorstand des Partnerschaftsvereins die Bühne. „Als Ehrenamtler kann man eine ganze Menge erreichen. Denn das Geben ist manchmal seeliger als das Nehmen“, sagt Vorsitzende Monika Klein, als sie das Mikrofon ergreift. „Man muss sich einfach ein Ziel setzen und an seine Ideen glauben. Wenn man dann viele Menschen damit begeistert, kann man mit dem Ehrenamt viel verändern. Und das hat in Rosendahl super funktioniert“, bedankt sich Klein dafür, dass alle Anstrengungen des Vereins – besonders vor der Europawahl – auf fruchtbaren Boden trafen.
Rund 130 Gäste folgten der Einladung der Gemeinde zum Neujahrsempfang in die Aula der Sekundarschule in Osterwick. Untermalt wurde das Rahmenprogramm von fünf Klarinettenschülerinnen des Musikzuges Darfeld. Karin Emming, kommissarische Schulleiterin der Sekundarschule, bedankte sich in einer kurzen Ansprache für die „herzliche Aufnahme“ von Kollegen und allen Mitwirkenden an der Schule.
Im Fokus des Neujahrsempfangs stand auch der Rückblick auf 2019 sowie ein Ausblick auf das neue Jahr durch Bürgermeister Christoph Gottheil. Er erläuterte, welche Projekte die Gemeinde im vergangenen Jahr begonnen, angeschoben oder vollendet hat. Besonders die Situation der Kitas, aber auch der Grundschulen und der Sekundarschule habe die Verwaltung im Blick. Viele Gelder seien in 2019 geflossen, um Sanitäranlagen und weitere Räume zu renovieren. An der Sekundarschule wurde der Osttrakt erneuert, in diesem Jahr soll der Westtrakt folgen. 138 000 Euro aus dem Digitalpakt des Bundes wolle die Verwaltung nutzen, um die Grundschulen WLAN-fähig zu machen. „Die Summe wird aber nicht reichen“, macht Gottheil deutlich. Auch aus sportlicher Sicht hat sich einiges getan: Umrüstung der Flutlichtanlage im Westfalia-Sportpark auf LED oder der neue Gymnastikraum von Schwarz-Weiß Holtwick. „In Zukunft wollen wir mit Jugendarenen noch mehr Platz für Sportler schaffen“, kündigte der Bürgermeister an. Zudem befinde sich die Verwaltung momentan in Gesprächen, um in den nächsten Jahren Bauland zu schaffen. Ein Wunsch liegt ihm für die kommenden Monate außerdem besonders am Herzen: „Ich wünsche mir sachlichere Diskussionen. Denn vor allem in der Politik ist das Klima rauer und die Diskussionen zunehmend unsachlicher geworden.“
Rolf König, Direktor des Amtsgerichtes Coesfeld, referierte im Anschluss in einem kurzweiligen Vortrag über die Rechte bei Nachbarschaftsstreitereien. Und passend nach Übergabe des Ehrenamtspreises beendeten die Klarinettenspielerinnen den Neujahrsempfang mit dem Stück „Ode an die Freude“ nach der neunten Symphonie Ludwig van Beethovens – dessen Schlusssatz die Europahymne ist.

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