Premiere der Spielschar Osterwick vor ausverkauftem Haus: „De Grillvöain un iär roudet Auto“
„Die Truppe macht das klasse“

Osterwick. Wer die drei Feuerwehrmänner Knut Knollenknacker (Ludger Böwing), Harry Pichler (Franz-Josef Wilkes) und Bastian Müller (Thomas Wolfert) auf der Bühne verfolgt, wie sie planlos beim Feueralarm im Kreis rennen, der kann sich vor Lachen nur schwer auf seinem Platz halten.

Montag, 13.01.2020, 08:06 Uhr
Premiere der Spielschar Osterwick vor ausverkauftem Haus: „De Grillvöain un iär roudet Auto“: „Die Truppe macht das klasse“
Die neue Ortsbrandmeisterin Ina Specker (Martina Hilbert) macht den Kameraden Feuer unterm Hintern. Fotos: Tom-D. Rademacher Foto: az

Die Premiere der plattdeutschen Komödie „De Grillvöain un iär roudet Auto“ der Spielschar Osterwick vor ausverkauftem Haus ist ein voller Erfolg.

Als wäre das Chaotentum nicht genug, bekommen die Taugenichtse der Feuerwehr nach dem Tod ihres Ortsbrandmeisters durch seine Nachfolgerin Ina Specker (Martina Hilbert) auch noch im wahrsten Sinne des Wortes Feuer unterm Hintern: Nichts mehr mit Grillen oder Biertrinken. Nein, der verträumte Haufen wird durch die von Kreisbrandmeister Alfons Schaaf (Gregor Leutermann) neu Ernannte ordentlich auf Links gezogen. Anfangs herrscht noch Ungläubigkeit: „Sie sind ja ‘ne Frau“, meint Knollenknacker ganz verdattert. „Und wo ist da das Problem“, entgegnet Specker. „Na, sie sind ja ‘ne Frau“, bemerkt auch Pichler.

Und gleich dazu noch Vegetarierin, die zudem für Alkohol absolut nichts übrighat. Da haben die drei Feuerwehrmänner wohl den Kürzeren gezogen: „Kann es sein, dass Alkohol eine Schwäche von Ihnen ist?“ „Nee, das ist meine Stärke“, entgegnet Knut Knollenknacker, als Specker ihn bei einem Frustbier kritisch beäugt.

Und es geht noch weiter: Ständig bloß im Putzfimmel den drei Männern hinterher zu schrubben, haben nämlich auch ihre Ehefrauen mehr als satt: „Während die Sirene pfeift, haben wir beide hier anzutanzen, um dieses Schmierloch sauber zu machen“, keift Helga Knollenknacker (Ulla Moschner). „Ihre Ehemänner sind, mit Verlaub, die größten Deppen, die mir je untergekommen sind“, bemerkt Specker. „Das hab’ ich immer schon gesagt“, raunt Else Pichler (Reinhild Wessendorf) ihr zu.

Von da an entbrennt ein Kampf zwischen den tollpatschigen Männern und ihren Frauen, allen voran Ina Specker, der urkomischer nicht sein könnte und im Publikum immer wieder für tosenden Applaus sorgt.

„Wirklich unterhaltsam. Dafür komme ich schon seit mehreren Jahren immer wieder vorbei. Die Truppe macht das klasse“, urteilte eine Zuschauerin.

Spielleiter Gregor Leutermann zieht Bilanz: „Zur Premiere haben wir schon ein super Publikum und eine tolle Schauspielleistung von Seiten unserer Mitspieler. Natürlich sind alle ein wenig nervös, aber textsicher.“ Und das macht Lust auf mehr.

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