Schulaufbau in Hoima/Uganda geht mit Spendengeldern in großen Schritten weiter
Versprochen ist versprochen

Darfeld. Es war ein Versprechen, das der Verein „Hilfe für Menschen in Hoima/Uganda“ kurz vor seinem Tod an Pater Emmanuel richtete: Der Aufbau einer Schule in Muhorro im Bistum Hoima wird zu Ende geführt. „Und wir sind auf dem besten Weg, dieses Versprechen einzulösen“, sagt Franz Potthoff, Erster Vorsitzender des Vereins.

Donnerstag, 30.01.2020, 18:41 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 18:43 Uhr
Schulaufbau in Hoima/Uganda geht mit Spendengeldern in großen Schritten weiter: Versprochen ist versprochen
Father Geofrey versucht sich als Maurer: Nachdem die Regenzeit vorüber ist, konnte im November mit dem Bau des Internatsgebäudes an der St.-Charles-Lwanga-Schule in Muhorroim Bistum Hoima gestartet werden. Zuerst wurden die Fundamente ausgehoben und betoniert. Nun werden die Außenwände gemauert. Foto: Verein

Pater Emmanuel war viele Male in Rosendahl zu Besuch, bevor er im Oktober 2018 überraschenderweise nach kurzer Krankheit verstarb. Vielen ist er als herzlicher und hilfsbereiter Mensch in Erinnerung geblieben.
Umso größer ist der Wunsch, das damalige Versprechen einzulösen. Mit Unterstützung von Father Geofrey, der als neuer Ansprechpartner des Bistums Hoima im Sommer das erste Mal nach Rosendahl reiste, wird das Schulprojekt fortgeführt.
„Nachdem im November die Regenzeit endete, haben wir mit dem Bau des Internatsgebäudes auf dem Schulgelände begonnen“, informiert Franz Potthoff. „Es gibt dort zwar ein Internat, das ist aber nur sehr dürftig hergerichtet.“ In dem neuen Gebäude sollen 24 Schüler Platz finden. Insgesamt besuchen rund 250 Kinder die Schule in Muhorro, im Osten Ugandas gelegen. „Unser Ziel ist es, diese Schülerzahl mit 500 zu verdoppeln“, so der Vereinsvorsitzende. Ein Augenmerk wird bei der Entwicklung der Bildung außerdem darauf gelegt, dass vor allem Mädchen die Chance haben, die Schule zu besuchen. „Schulpflicht besteht nur bis zur sechsten Klasse. Oft können es sich die Familien nicht leisten, ihre Kinder darüber hinaus zur Schule zu schicken“, so Potthoff. Besonders Mädchen blieben deshalb nach der „Primary School“ daheim.
Zu einem ersten großen Schritt konnte der Verein den Ugandern im April des vergangenen Jahres verhelfen: Durch zahlreiche Spenden ist am Schulgelände für frisches Wasser gesorgt. Eine Leitung führt dieses von einem zwei Kilometer entfernten Brunnen zur Schule.
Und genau diese Spenden sind es, auf die der Verein angewiesen ist, um das Bistum und vor allem die Schule im Ort Muhorro, die Pater Emmanuel als Kind selbst besucht hat, zu unterstützen. „Wir sind dankbar über die große Spendenbereitschaft“, sagt Franz Potthoff. Die Summe, die in den vergangenen Monaten zusammengekommen sei, hätte die Erwartungen deutlich übertroffen. „Das zeigt großes Vertrauen in unseren Verein uns unsere Arbeit“, ist Potthoff dankbar. Zu verdanken sei dies unter anderem dem Besuch von Father Geofrey im Sommer. „Es ist wichtig, ein Gesicht vor Ort zu haben.“ Potthoff freut sich, verkünden zu können, dass Father Geofrey in den Sommermonaten erneut in Rosendahl zu Besuch sein wird – und dann auch länger als drei Wochen.

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